Mehr Übernachtungen in Erlebnisregion – Melsungen mit Minus ohne Jugendherberge

Felsberg top bei Gästeankünften

Unterwegs: Janina Weineck (Grimm-Heimat) und Stefan Hesse (Erlebnisregion) an einer Infotafel des Radwegs 1 an der Fahrradseilbahn bei Malsfeld-Beiseförth.

Melsungen. Den größten Zuwachs bei den Gästeankünften hat im vergangenen Jahr die Stadt Felsberg verzeichnet. 5100 Gäste übernachteten 9140 mal in der Drei-Burgen-Stadt. Das ist ein Plus von 13 Prozent.

Die Zahl hätte noch höher ausfallen können, sagt Stefan Hesse, Geschäftsführer der Erlebnisregion Mittleres Fuldatal. Wegen einer Verknappung des Bettenangebots durch die Schließung größerer und kleinerer Betriebe sei dies aber nicht gelungen.

Mit der Schließung der Jugendherberge musste Melsungen den mächtigsten Schlag ins Kontor verkraften. Das Minus beträgt 15 000 Übernachtungen jährlich. Dennoch sei die Zahl der Übernachtungen von 2011 mit 51 800 nur auf 47 700 im Jahr 2012 gesunken.

Durch die documenta in Kassel hätten einige Übernachtungen aufgefangen werden können, sagt Hesse.

Die Entwicklung der touristischen Zahlen sei seit der Gründung der Erlebnisregion außerordentlich positiv. So sind die Gästeankünfte im Zeitraum von 2009 bis 2012 in den Mitgliedskommunen der Erlebnisregion Mittleres Fuldatal um rund 40 Prozent von 126 700 auf 178 000 gestiegen. Die Übernachtungszahlen sind im selben Zeitraum sogar um 47 Prozent von 346 000 auf 510 000 gestiegen. Relativiert werde die Zahl indes dadurch, dass in Rotenburg die Zahl der Übernachtungen der Justiz- und Finanzakademie seit 2010 hinzugerechnet werden – Größenordnung etwa 50 000.

Im Melsunger Parlament wird dennoch derzeit diskutiert, ob eine Mitgliedschaft in der Erlebnisregion weiterhin sinnvoll ist. (ddd)

Quelle: HNA

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