Felsberg hilft mit Zuschuss bei Sanierung älterer Häuser

Der Blick in die Felsberger Obergasse beweist: Hier gibt es viele Fachwerkhäuser. Mit dem Sanierungsprogramm möchte die Stadt Eigentümern finanziell unter die Arme greifen. Foto:  Schaake

Felsberg. Eigentümer von Häusern, die vor 1945 gebaut wurden, in den Kernbereichen von Felsberg oder den Stadtteilen stehen und die saniert werden sollen, können dafür einen Zuschuss von der Stadt erhalten.

In dem Fördertopf für das neu beschlossene Programm sind für 2011 noch 10 000 Euro. Wer noch dieses Jahr davon profitieren will, muss sich allerdings sputen. Das Programm soll aber im nächsten Jahr fortgesetzt werden.

Zehn Prozent der förderfähigen Kosten, maximal 5000 Euro, gibt es als Zuschuss. Der erhöht sich allerdings pro Kind, Senior oder Behinderten im Haushalt.

Bis zu 5000 Euro gibt es auch von der Denkmalpflege. Zwischen der Stadt und dem Landesamt für Denkmalpflege auf der einen und dem Hauseigentümer auf der anderen Seite wird eine schriftliche Vereinbarung geschlossen. Mit der Denkmalpflege müssen die Arbeiten abgestimmt sein. Und erst wenn die Förderzusage vorliegt, kann mit den Arbeiten begonnen werden.

Das wird gefördert

Gefördert werden zum Beispiel • der Ausbau von Dachgeschossen und Nebengebäuden zu Wohnzwecken, • die Verbesserung der sanitären Einrichtungen und die Modernisierung von Ladenräumen, • Wärmedämmung, Kosten für Beratung für energetische Verbesserungen, • Abbruch von Nebengebäuden oder Gebäudeteilen, um Stell- oder Grünflächen zu schaffen, • Anbau von Balkonen und Einbau von Treppenhäusern, um neuen Wohnraum zu erschließen, • Begrünung des Straßenraums und Entsiegelung des Bodens, um Grünflächen zu schaffen.

Denkmalgeschützte Häuser

Um denkmalgeschützte Häuser zu erhalten, ist folgendes im Programm mit dem Namen „Richtlinie zur Förderung von Maßnahmen zur Entwicklung und Revitalisierung der Felsberger Altstadt und der Kernbereiche in den Stadtteilen“ enthalten: • Sanierung der Fassade und der Holzfenster oder deren Einbau, • Freilegung der Fachwerkfassade, Einbau von Fensterläden nach historischem Vorbild und • Pflastern von Außenanlagen mit kleinformatigem Naturstein als Ersatz für Asphalt, Schotter oder Beton. „Mit dem Programm will die Stadt einen Anreiz geben“, sagt Bürgermeister Volker Steinmetz. Einen Anreiz für Privatleute, die Häuser zu sanieren. In Felsberg beispielsweise seien außer die Untergasse alle Straßen gemacht. Lediglich Obergasse, Quergasse und Postgasse stünden in Kürze noch an. Der Kanal müsse dort sowieso gemacht werden.

Statt anschließend zu asphaltieren soll so genanntes Altstadtpflaster aus Betonsteinen verlegt werden. Bänke und kleine Bäume sollen das Quartier wohnlicher machen. Kontakt: Heinrich Kern, Tel. 05662/ 502-17 oder städtisches Bauamt. Sprechstunde des Bauaufsichtsamtes: an jedem dritten Freitag im Monat im Felsberger Rathaus (bmn)

Quelle: HNA

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