Felsberg kürt neue Weinkönigin und Weinprinzessin

Anstoßen auf dem Weinberg: vorne von links Weinprinzessin Viktoria Hilgenberg und Weinkönigin Karina-Franzisca Hilgenberg, hinten von links Bürgermeister Volker Steinmetz, Horst Rietschle und Klaus Stiegel vom Vorstand des Fördervereins Böddiger Berg freuen sich auf die kommende Weinsaison. Foto: Féaux de Lacroix

Felsberg. Felsberg hat eine neue Weinkönigin - und erstmals seit Jahren auch wieder eine Weinprinzessin.

Die Felsberger Schwestern Karina-Franzisca (25) und Viktoria Hilgenberg (22) werden künftig den Wein vom Böddiger Berg repräsentieren.

Für Karina Hilgenberg ist diese Aufgabe nicht neu: Sie war bereits von 2009 bis 2012 Weinkönigin. Nun löst sie Simone Schnittger ab, die das Amt seit 2012 inne hatte.

Schon während der ersten Amtszeit ihrer Schwester hatte Viktoria Hilgenberg der Weinkönigin assistiert und sie zu Terminen begleitet. „Man wurde immer sehr herzlich aufgenommen“, erzählt die 22-Jährige, die in Felsberg einen Blumenladen betreibt. Künftig wird Viktoria Hilgenberg ganz offiziell an der Seite ihrer Schwester stehen - als Weinprinzessin.

Wenn möglich, werden die beiden bei Terminen gemeinsam auftreten. „Aber wenn nötig, können wir uns bei Terminen auch gegenseitig vertreten“, sagt Karina Hilgenberg, die ihr Soziologiestudium abgeschlossen hat und nun nebenbei in der Grundschule Neuenbrunslar arbeitet. Die 25-Jährige erinnert sich gern an ihre erste Amtszeit als Weinkönigin: „Das war eine total schöne Zeit. Ich bin viel herumgekommen, habe viele Leute kennengelernt.“ Die Weinkultur kennenzulernen und dieses Wissen auch weiterzugeben, habe ihr Spaß gemacht. Deshalb habe sie sich nun erneut beworben.

Auf die beiden Hoheiten kommen nun viele Aufgaben zu. Etwa 25 Termine im Jahr, schätzt Karina Hilgenberg, fallen an. Dazu gehört etwa der Empfang der hessischen Weinköniginnen beim Ministerpräsidenten, das Felsberger Weinfest, aber auch private Feiern wie Hochzeiten und Geburtstage.

Auch bei Führungen und Verkostungen am Böddiger Berg sei es vorstellbar, dass die beiden Hoheiten teilnehmen, sagte Horst Rietschle vom Vorstand des Fördervereins Böddiger Berg.

Hoffen auf bessere Ernte

Man sei glücklich, die beiden Schwestern als Weinkönigin und -prinzessin gewonnen zu haben, sagte Klaus Stiegel als Vorsitzender des Fördervereins. Nicht jeder traue sich dieses Amt zu: „Man muss schlagfertig sein, in der Öffentlichkeit auftreten können - davor schrecken viele zurück“, sagt Stiegel.

Auf eines haben Weinkönigin und -prinzessin keinen Einfluss: Die Weinernte in diesem Jahr. 2014 war diese relativ mager ausgefallen. Das Ergebnis soll im April da sein, es sei gut möglich, dass nur 2500 Flaschen abgefüllt werden können, sagt Stiegel.

Zumindest den Waschbären, die im vergangenen Jahr einen Großteil der Ernte weggefressen hatten, will man in diesem Jahr einen Strich durch die Rechnung machen. Klaus Stiegel kündigte an, man werde die Waschbär-Fallen diesmal schon deutlich früher aufstellen. Wenn man einige Tiere fange und dann - weit entfernt vom Weinberg - wieder aussetze, spreche sich das unter den Waschbären schnell herum. So könne man erreichen, dass die Tiere einen Bogen um die kostbaren Trauben machen.

Von Judith Féaux de Lacroix

Quelle: HNA

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