Felsberg soll Turnhalle sanieren

An der alten Turnhalle in Felsberg soll nun das Dach saniert werden, die Duschen und Toiletten werden erneuert sowie die Warmwasserleitung.

All dies soll mit dem Kommunalen Förderprogramm des Bundes geschehen, beschlossen die Felsberger Parlamentarier in einer Sondersitzung am Donnerstag mehrheitlich.

Gleichzeitig brachten sie die Anmeldung aller Projekte für eine Landesförderung auf den Weg.

275 000 Euro sind allein für die Turnhalle veranschlagt. Die CDU glaubt nicht, dass dies realistisch ist, obwohl sie die Projekte an sich befürwortet. „Die Zahlen stimmen hinten und vorne nicht“, sagte Klaus Döll (CDU). „Wir wissen doch, dass das nicht reicht.“ Die CDU hatte einen Antrag gestellt, die Schätzungen des gesamten Investitionsprogramms nochmals von Experten prüfen zu lassen und die Entscheidung bis zur letzten Frist, am Jahresende, zu vertagen. Dieser Antrag wurde abgelehnt.

Veränderung bis Jahresende

Stephan Bürger (SPD): „Falls sich Veränderungen ergeben, werden wir andere Projekte, die nicht so wichtig sind, weg lassen.“ Man könne auch nach Antragstellung bis zum Jahresende die Schätzungen prüfen. Der SPD sei es wichtig, den Antrag nun abzugeben. Sie hatte darauf gedrängt, weil die Abgabefrist ursprünglich bis Ende Juni festgelegt war. Nachdem die Verwaltung nicht reagiert habe, hatte sie eine Liste vorgelegt, die in den Ausschüssen mit Vorschlägen der Verwaltung abgeglichen wurde. Die meisten Vorschläge der SPD sind nun favorisiert. Ihr Ziel sei es, Projekte aufzunehmen, die den Haushalt entlasten, aber gemacht werden müssen, sagte Bürger. Dazu gehöre auch die notwendige Sanierung an der Turnhalle. Ein Neubau, wie ursprünglich geplant, sei zu teuer und nicht zeitgemäß, wegen der demografischen Entwicklung.

Asbest könnte Thema werden

Problematisch sah Uwe Hahn (ULF) die Kostenschätzung für die Sanierung. Er glaubt, dass es sogar zu rechtlichen Konsequenzen kommen könne. Die Halle sei vor 1990 gebaut, er vermutet, dass Asbest im Spiel sei, das gesondert entsorgt werden müsse.

Joachim Haak (ULF) hätte sich gern eine gemeinsame Liste gewünscht, gab aber auch an, er habe sich in der Kürze der Zeit nach der Kommunalwahl nicht in das komplexe Thema einarbeiten können. „Die Inhalte aus dem SPD-Antrag und der Liste der Verwaltung unterscheiden sich sehr“, sagte er.

Brücke über die Ems

Für Werner Rippel (FDP) ist das ein schwieriges Thema: Marode Hallen, marode Brücke: Wie machen wir das, ohne den Haushalt zu entlasten? „Es wäre dumm, wenn wir die Fördergelder nicht in Anspruch nähmen.“ Streitpunkt war die Sanierung der Brücke über die Ems bei Böddiger (350 000 Euro). Für die ULF sei nicht nachvollziehbar, weshalb das nötig ist, sagte Joachim Haak. „Die Brücke kann nur im Landesprogramm gefördert werden“, sagte Bürger. Sie sei marode und für Gewerbe und Landwirtschaft wichtig.

Quelle: HNA

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