Felsberg will in die Dorfentwicklung

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Eine Chance auch für die Altstadt? Felsberg könnte in diesem Jahr einen neuen Versuch starten, ins Dorfentwicklungsprogramm aufgenommen zu werden.

Felsberg. Die Stadt Felsberg will möglicherweise erneut versuchen, ins hessische Dorfentwicklungsprogramm aufgenommen zu werden. Darüber entscheiden die Stadtverordneten in ihrer Sitzung am heutigen Donnerstag ab 19.30 Uhr im Bürgersaal.

Das Dorfentwicklungsprogramm ähnelt dem Dorferneuerungsprogramm allerdings sollen nicht einzelne Ortsteile, sondern die gesamte Stadt profitieren.Das Ziel des Programms: Angesichts einer immer älter werdenden Einwohnerschaft soll in allen Ortsteilen die Nahversorgung und Infrastruktur gesichert werden.

Förderung bis zu zehn Jahre

Entsprechende Projekte werden vom Land Hessen maximal zehn Jahre lang gefördert. 30 bis 65 Prozent der Kosten werden übernommen, je nachdem, ob es sich um öffentliche oder private Projekte handelt.

Gemeinsames Konzept

Bereits im vergangenen Jahr hatte Felsberg die Aufnahme in das Dorfentwicklungsprogramm beantragt, wurde aber nicht ausgewählt. Sollte es in diesem Jahr klappen, müssten Anwohner, Stadtverwaltung und kommunale Gremien gemeinsam ein Konzept erstellen, in dem alle geplanten Projekte beschrieben werden.

Voraussetzung für die Teilnahme am Dorfentwicklungsprogramm ist allerdings, dass während des Förderzeitraums keine neuen Baugebiete ausgewiesen werden, die mit der Innenstadtentwicklung konkurrieren könnten. Bis zum 28. Februar müsste die Stadt Felsberg den Antrag beim Landkreis einreichen.

Auch die alte Molkerei ist Thema

Die Stadtverordnetenversammlung beginnt heute um 19.30 Uhr im Felsberger Bürgersaal. Die Sitzung ist öffentlich.

Neben dem Dorfentwicklungsprogramm steht unter anderem die Zukunft der Alten Molkerei als Thema auf der Tagesordnung. Das Gebäude sollte abgerissen werden, auf dem Gelände wollte ein Gensunger Lebensmittelmarkt seine Filiale ausbauen. Doch bereits im Herbst 2013 wurde klar, dass sich dieser Plan zerschlagen hatte (die HNA berichtete). Die SPD hat nun eine Anfrage gestellt und will wissen, wie es mit dem Gelände weitergeht. Eine weitere SPD-Anfrage befasst sich mit den Straßenbeiträgen. (jul) 

Quelle: HNA

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