Bürgermeister weist Vorwürfe zurück

Diskussion um Felsberger Feuerwehr hält an

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Streitpunkt: Das Feuerwehrgerätehaus in Gensungen ist in schlechtem Zustand, nun sollen die Brandschützer in Container umziehen.

Felsberg/Gensungen. In der Diskussion um die Situation bei der Felsberger Feuerwehr meldet sich jetzt Bürgermeister Volker Steinmetz zu Wort.

In der letzten Stadtverordnetenversammlung hatte der ehemalige Felsberger Wehrführer Hartmut Wagner angemerkt: "Wir sind sogar soweit, dass die Fahrzeuge keinen TÜV mehr haben." (die HNA berichtete). Eben dies habe Wagner selbst zu verantworten, teilt Steinmetz jetzt mit. Für die technische Sicherheit sei der jeweilige Wehrführer oder Gerätewart verantwortlich.

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Interessant sei in diesem Zusammenhang eine Mitteilung des stellvertretenden Wehrführers Klaus Hilgenberg, der kurz nach seiner Amtsübernahme am 10. Februar die Vorführung der Fahrzeuge beim TÜV mit dem städtischen Bauhof abgestimmt habe. Hier dränge sich der Verdacht auf, Wagner habe den fälligen TÜV-Termin bewusst verstreichen lassen, um dem Bürgermeister ein vermeintliches Versäumnis vorwerfen zu können, heißt es in der Mitteilung weiter.

Die vom ehemaligen Wehrführer angesprochenen gravierenden Mängel betrafen unter anderem Gasflaschen, die ungesichert im Raum standen. Auch hier sei es die Aufgabe des Wehrführers, darauf ein Auge zu haben und die Flaschen nach dem Einsatz wieder an einem sicheren Platz zu verstauen.

Ein weiterer Streitpunkt war der schlechte Zustand des Feuerwehrgebäudes in Gensungen. Da ein Neubau vorerst nicht möglich ist, soll die Feuerwehr nun übergangsweise in einen Container umziehen.

Die Freiwillige Feuerwehr Felsberg hatte eine Containerlösung bereits 2011 vorgeschlagen. Sie wurde von der Stadt damals aber abgelehnt. Sie schätzte die Kosten höher ein, als sie die Feuerwehr berechnet hatte.

Hartmut Wagner hatte der Stadt in der Stadtverordnetenversammlung "Etikettenschwindel" vorgeworfen", weil sie nun die Containerlösung als eigene Idee verkaufe. Zudem soll die Containerlösung nun tatsächlich etwa so viel kosten, wie die Feuerwehr damals berechnet hatte.

Bürgermeister Steinmetz bezeichnet es hingegen als "völlig abwegig", im Zusammenhang von "Etikettenschwindel" zu sprechen: Container stellten immer nur eine Übergangslösung dar. Die Frage: "Wer hat's erfunden?" sei daher müßig. Dass die Container nun billiger werden als bei der ersten Kostenschätzung 2011, liege im Wesentlichen daran, dass jetzt nur eingeschossig gebaut werden solle statt der ursprünglich geplanten Doppelstocklösung.

Die Lösung der Probleme bei der Felsberger Feuerwehr könne aller Voraussicht nach ein Neubau sein, für den allerdings trotz mehrjähriger Suche und vieler Gespräche noch kein geeigneter Standort gefunden wurde, heißt es in der Mitteilung weiter. (red)

Quelle: HNA

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