Drogenhandel: Felsberger und Holländer vor Gericht

Schwalm-Eder. Um Geschäfte mit rund 170 Kilo Marihuana geht es in einem Prozess, der am Donnerstag vor dem Kasseler Landgericht begann.

Auf der Anklagebank sitzt ein 34-Jähriger aus Felsberg, in dessen Wohnung die Drogen, die laut Staatsanwaltschaft aus Holland angeliefert wurden, gelagert waren. Von dort aus soll ein Großteil der Ware verteilt worden sein.

Angeklagt ist auch ein 48-jähriger Holländer, der für den Drogen-Transport zuständig gewesen sein soll. Beide zogen es vor zu schweigen. Auch der Versuch einer Absprache, bei der sich mitunter Gericht, Verteidigung und Staatsanwaltschaft für den Fall eines Geständnisses auf eine mildere Strafe und damit ein schnelleres Ende des Prozesses einigen, schlug fehl.

Die beiden Angeklagten sollen zwischen Dezember 2009 und Dezember 2010 Drogen-Lieferungen organisiert haben, insgesamt geht es vor der 5. Strafkammer des Landgerichts um über 30 Fälle. Geliefert wurde demnach jeweils in Chargen von vier bis zehn Kilo, wofür Geldbeträge in fünfstelliger Höhe flossen.

An dem Deal soll auch ein weiterer Mann aus Holland beteiligt gewesen sein, gegen ihn laufen gegenwärtig noch Ermittlungen.

Bei einer Lieferung im Dezember 2010 flogen die illegalen Geschäfte auf. In der Wohnung des 34-Jährigen wurden außer 42 000 Euro, die vermutlich aus dem schwunghaften Handel mit Marihuana stammten, auch Drogen sowie eine Maschinenpistole gefunden. Deshalb lautet ein weiterer Anklagepunkt „Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz“.

Am 22. August soll die Verhandlung fortgesetzt werden. Danach sind Termine bis Ende September geplant. (pas)

Quelle: HNA

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