Felsberger wollen barrierefreien Zugang zum Friedhof

Ortstermin: Pfarrer Ernst Friedrich Schluckebier an dem geschotterten Weg am alten Friedhof in Felsberg. Ein Asphaltieren würde auch Menschen mit Rollstuhl oder Rollator ein Erreichen des Friedhofes ermöglichen. Die Finanzierung ist derzeit allerdings noch nicht geklärt. Fotos: Schaake

Felsberg. Für ältere und gehbehinderte Menschen ist der Zugang zum alten Friedhof in Felsberg beschwerlich. Von der Vorschützer Straße führt eine Treppe zu den Gräbern.

Dort eine Rampe zu bauen ist der Stadt zu teuer. Eine weitere Möglichkeit für einen barrierefreien Zugang sei es den Schotterweg von der Niedervorschützer Straße zum Schwester-Frieda-Kerl-Haus zu asphaltieren.

Einen barrierefreien Zugang wünscht sich auch der Felsberger Ortsbeirat, wie dies in der letzten Ortsbeiratssitzung fest gestellt wurde. Das sei wichtig, weil sich dort auch die St. Jacobs-Kapelle befindet, die für Trauerfeiern genutzt wird.

Heinrich Kern vom Bau- und Umweltamt äußerte Bedenken zum Bau einer Rampe: Bei einer Steigung von maximal sechs Prozent müsste diese Rampe etwa 15 Meter lang sein. Hohe Böschungen wären die Folge, Geländer notwendig. Außerdem wäre diese Lösung zu teuer.

Asphalt statt Schotter

Daher gab es Anregungen, den jetzt geschotterten Weg von der Niedervorschützer Straße zum Schwester-Frieda-Kerl-Haus zu asphaltieren.

Dieser Weg führt direkt am Friedhof vorbei und könnte dann auch von den Friedhofsbesuchern gut erreicht werden, die auf eine Gehhilfe angewiesen sind.

Auch das Gemeindehaus der Evangelischen Kirchengemeinde - von vielen Gruppen und auch zu Feiern genutzt - wäre dann zu Fuß besser zu erreichen. Der jetzige Zustand des Weges gleicht der Zufahrt zu einem Truppenübungsplatz, beschreibt es Pfarrer Ernst Friedrich Schluckebier.

Die Evangelische Kirchengemeinde Felsberg und Böddiger ist Eigentümer des Weges. Das Asphaltieren als Gemeinschaftsprojekt von Stadt, Kirche und den Anwohnern wäre „eine charmante und gute Lösung”, sagte der Pfarrer gegenüber der HNA.

Eine bessere Erreichbarkeit des Kerl-Hauses für Fußgänger sei ein Gewinn, zumal der vom Regen ausgewaschene Schotterweg derzeit in einem schlechten Zustand sei. Die Kosten für die Asphaltierung schätzt das Bauamt auf 7500 bis 10 000 Euro.

Der Kirchenvorstand hat das Asphaltieren einstimmig befürwortet. Voraussetzung sei, dass bei der derzeit noch offenen Finanzierung zu einer Kostenvereinbarung zwischen Kirche, Stadt und dem Anlieger komme.

Weitere Variante

Auf Wunsch des Ortsbeirates soll die Stadt nun prüfen, was eine weitere Variante kosten würde - eine Rampe entlang der Friedhofsmauer an der Vorschützer Straße. Dann aber müsste eine große Eibe gefällt werden, die den oberen Teil des Friedhofes prägt. Heinrich Kern: „Der Baum ist toll gewachsen - eine der prächtigsten Eiben in der Felsberger Kernstadt.“

Gegen eine eventuelle Fällung gab es bereits während der Ortsbesichtigung durch den Ortsbeirat Widerstände. Ortsvorsteher Klaus Döll sagte dazu auf Anfrage der HNA, er wünsche sich eine Lösung noch in diesem Jahr.

Von Manfred Schaake

Quelle: HNA

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