Felsberger wollen Gutachten über Lärm-Grenzwerte an der A7

Felsberg. Gegen die Lärmbelästigung durch die A7 in Heßlar und Melgershausen wollen die Felsberger Parlamentarier jetzt vorgehen.

Die Stadtverordneten haben den Magistrat beauftragt, das Schallgutachten, das Hessen Mobil erstellt hat, anzufordern und Einblick zu nehmen.

Darüberhinaus wird Hessen Mobil aufgefordert, ein aktuelles Schallgutachten zu erstellen. Falls dies nicht passiert, will die Stadt selbst einen unabhängigen Gutachter damit beauftragen.

Der Lärm durch die A7 habe seit dem Bau der Heltertalbachbrücke enorm zugenommen, sagte Werner Bähr (SPD). Die Anwohner in Heßlar und Melgershausen klagten sehr darüber, weil sie besonders davon betroffen seien (wir berichteten). Die Autobahn wurde beim Brückenbau im Bereich Heßlar-Melgershausen tiefer verlegt, wodurch sich der Schall nun anders breche. Dazu wurde ein neuer Asphalt aufgetragen, der deutlich mehr Lärm verursache. Daher habe die SPD den entsprechenden Antrag gestellt.

Schallgrenzen einhalten 

Es gebe Schallgrenzen für Wohn- und Mischgebiete, die Einhaltung der Grenzwerte sei zu prüfen. Zunächst soll das von Hessen Mobil erstellte Gutachten zum Schall angefordert werden. Man wolle auch wissen, ob das Gutachten, wie vermutet, vor dem Bau der Brücke angefertigt wurde.

Aus diesen Ergebnissen heraus, werde es sich ergeben, ob Hessen Mobil nun ein neues Gutachten erstellen muss. Werner Rippel (FDP) möchte nicht, dass eine Schallmessung durch die Stadt vorschnell vergeben wird. Die Kosten dafür seien hoch. Er rechnet mit etwa 35.000 Euro.

Zurzeit sei das Gebiet ein Mischgebiet, für das höhere Grenzwerte gelten als in einem reinen Wohngebiet. Die Stadt könne theoretisch ein reines Wohngebiet aus den betroffenene Gebieten machen. Aber er wisse nicht, ob es anerkannt werde, wenn man es nachträglich ändert.

Kein teures Gutachten 

Er möchte den betroffenen Menschen auch helfen, wolle aber nicht automatisch ein teures Gutachten mit dem Beschluss kaufen. Auch das Land in einer Anfrage bestätigt, dass die Grenzwerte eingehalten würden. Die würden ja wohl nicht lügen. Klaus Döll (CDU): „Wir wollen keinen hängen lassen, wenn Hessen Mobil das Gutachten nicht zahlt, dann müssen wir es machen.“ Aber das wollte er, wie Rippel, nicht automatisch beschließen. Karl Meyfarth (DFB) sagt, es sei eine Behauptung, dass der Schallpegel höher sei als erlaubt. In dem Antrag sei keine Angabe dazu gemacht worden, wie hoch der Pegel ist.

Stephan Bürger (SPD) will sicher gehen. „Wir kennen das vorhandene Gutachten nicht und wissen nicht, wann es entstanden ist.“ Man sei es den Menschen schuldig, damit sie nicht krank oder kränker werden.

Der Antrag wurde mit 15 Ja und 11 Nein Stimmen beschlossen.

Quelle: HNA

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