Felsburg-Freunde installierten Weihnachtsbeleuchtung

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Installation in luftiger Höhe: von links Günter Heidler, Dieter Groß, Erik Herzog, Burkhard Trunk und Karl-Hans Klaus auf dem 31 Meter hohen Bergfried.

Felsberg. Ab dem ersten Advent wird die historische Felsburg im Edertal im weihnachtlichen Lichterglanz erstrahlen. Der Arbeitskreis des Burgvereins hat die Weihnachtsbeleuchtung installiert und das Landschaftsschutzgebiet gereinigt.

„Hau ruck, hau ruck“: Ungewohnte Kommandos waren auf der Burg zu hören. Mit über neun Metern war der Weihnachtsbaum noch nie so hoch. Die Fichte stammt aus einer Schonung von Adolf Ochs und wurde mit Unterstützung von Mitarbeitern des städtischen Bauhofes auf die Nordseite der Burg transportiert - auch diesmal eine gewaltige Kraftanstrengung.

Das Aufstellen des Weihnachtsbaumes hat seit über 50 Jahren Tradition beim 127 Jahre alten Verein. Er betreut die Burg für das Land Hessen und leistet jährlich um die 1500 Arbeitsstunden.

In diesem Jahr gab es eine Premiere. Die Fichte wurde mit einem Lastenaufzug auf die Burg gezogen. Arbeitskreis-Mitglied Reinhold Ingrisch hat die Stahlseil-Konstruktion entworfen, bei der Ausführung unterstützten ihn Burkhard Tunk, Burgwart Dieter Groß und Johann Lukas. Alle waren gespannt, ob es mit dem Transport klappt. Dank gemeinsamer Kräfte lief es reibungslos.

Solch einen hohen Baum hätte man ohne den Lastenaufzug gar nicht auf die Burg bekommen. Jedes Jahr mussten die Fichten durch drei enge Tore gelotst werden. Und oft genug musste im letzten Augenblick noch ein Stück abgesägt werden, weil der Baum zu groß und zu schwer war.

Große Helferschar: Erfreulich Viele junge Männer halfen beim Aufstellen des Weihnachtsbaums. Er wurde erstmals mit einem Lastenaufzug auf die Burg transportiert, musste aber mit viel Muskelkraft befestigt und über die Mauer des Burgkellers gezogen werden.

Als beispielhaft lobte Arbeitswart Erik Herzog den Einsatz von über zehn jungen Männern, die den Arbeitskreis diesmal unterstützten. „Bitte helft uns auch in Zukunft bei der Aufgabe, das Wahrzeichen unserer Heimat zu erhalten, wir brauchen jede junge Kraft“, rief Herzog dem Team zu. Burgvereinsvorsitzender Heiner Maifarth sagte bei der Vesper: „Euer Engagement ist vorbildlich. Macht bitte weiter so.“

Die Spitze des 31 Meter hohen Bergfrieds wurde wieder mit einer Lichterkrone geschmückt. Erik Herzog, Günter Heidler, Dieter Groß, Burkhard Tunk und Karl-Hans Klaus bekamen bei der Installation der Leuchtbirnen bei nur drei Grad Celsius und scharfem Süd-Ost-Wind klamme Finger. Doch das macht dem eingespielten Team nichts aus.

Zum Adventsmarkt am ersten Advents-Wochenende werden der Weihnachtsbaum und die Turm-Festbeleuchtung erstmals erstrahlen. Bis zum Heiligen Dreikönigstag, dem 6. Januar, bleibt die Festbeleuchtung eingeschaltet.

Von Manfred Schaake

Quelle: HNA

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