Im Altkreis Wolfhagen gibt es viele Leseratten – Krimis liegen im Sommer vorn

Ferienzeit ist Bücherzeit

„Mamma Muh“ oder „Der Grüffelo“: Für Mattis und Malte Orf (von links) gibt es in der Stadtbücherei Wolfhagen viele Bücher zu entdecken. Sie kommen mit ihrer Mutter Manuela regelmäßig her. Fotos: Flöper

Wolfhager Land. Bislang hat sich der Sommer im Altkreis Wolfhagen noch nicht von seiner besten Seite gezeigt. Also, was tun, wenn man nicht im Garten arbeiten oder ins Freibad gehen kann? Bücher lesen, wäre eine Idee. „Zu uns kommen viele Senioren, aber auch gerade viele Kinder durch unsere Leseratten-Aktion“, erzählt Marie-Luise Hupfeld aus der Stadtbücherei Wolfhagen.

Auch der anderthalb Jahre alte Mattis und sein fünfjähriger Bruder Malte Orf kommen mit ihrer Mutter Manuela regelmäßig in die Bücherei. „Für die Kinder ist das Angebot hier phantastisch, auch dafür, sie an Bücher zu gewöhnen“, sagt Manuela Orf. Im Winter komme sie allerdings öfters, da man im Sommer doch eher das Wetter draußen ausnutze. „Auch ich lese viel, Neuerscheinungen sind aber natürlich schnell vergriffen, daher kaufe ich auch viele Bücher, anstatt sie auszuleihen“, erzählt Orf. Gerade vor dem Urlaub würden viele Familien sich noch schnell mit Büchern eindecken, sagt Büchereimitarbeiterin Hupfeld. Ansonsten sei aber nicht mehr Publikum da , als in den anderen Monaten des Jahres. „Beliebt bei den Kindern sind die Hexe Lilifee und Detektivgeschichten, wie Die drei Fragezeichen“, so Hupfeld.

In der Bücherei der Stadt Zierenberg geht es momentan noch ruhiger zu. „Man merkt doch, dass einige Leute im Urlaub sind“, sagt Ramona Kunz, Büchereileiterin. Außerdem gebe es gerade viele Veranstaltungen, mit denen die Gemeindemitglieder beschäftigt seien. „Aber vor dem Urlaub werden auch bei uns viele Bücher mitgenommen“, so Kunz.

Die Expertin für aktuelle Literatur arbeitet direkt gegenüber der Stadtbücherei, in der Buchhandlung Mander. „Wir lesen mindestens ein Buch pro Woche, um unseren Kunden auch kompetent Bücher empfehlen zu können“, sagt Inhaberin Elke Müldner. Momentan sei etwas weniger los, da viele im Urlaub sind, aber vor den Ferien würden sich die Leute schon viel mit Büchern eindecken.

„Was jedoch auffällt ist, dass leichte, humorvolle Bücher oder Spannendes, wie Krimis, im Sommer lieber gelesen werden“, sagt Müldner. Besonders gefragt sei da der neue Kasselkrimi von Matthias Gibert und der Thriller „Sterbenskalt“ von Tana French. Auch das neue Buch des in Wolfhagen geborenen Steffen Möller werde oft nachgefragt. „Er erzählt aus der Sicht eines deutschen Gastarbeiters, was er in Polen erlebt.“

Zu den beliebtesten Romanen dagegen gehören aktuell „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster sprang“, „Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry“ und „Die hellen Tage“. „Frauen, die etwas humorvolles suchen, empfehle ich den Nachfolger von Die Dienstagsfrauen: „Sieben Tage ohne“, so Müldner. Da gehe es wie im ersten Buch turbulent zur Sache.

Von Nicole Flöper

Quelle: HNA

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