Spezialitätenfestival widmet sich dem Thema Sortenvielfalt

Fest für Genießer

Guten Appetit: Am Sonntag findet wieder das Spezialitätenfestival statt. Unser Bild zeigt das Fest 2010 mit (von links) Eva Moog, Klaus Barth, Stephan Schmumm, Valentina Laukart, Holger Schömann, Helga Sachse, Justus Sachse, Andrea Eckhardt und Karl Ullrich. Archivfoto: Kasiewicz

Melsungen. Für einen Tag wird Melsungen wieder die kulinarische Hauptstadt Nordhessens: Am Sonntag, 7. Oktober, findet in der Innenstadt das Spezialitätenfestival statt. Mehr als 50 Betriebe haben sich angekündigt, Tausende Besucher werden erwartet.

Das Spezialitätenfest wird in diesem Jahr den Schwerpunkt Biodiversität haben, also Sortenreichtum bei Äpfeln und Birnen. So gab es vor 100 Jahren über 1000 dokumentierte Apfelsorten. Doch viele seien verschwunden und mit ihnen auch ihr Geschmack, heißt es in einer Mitteilung. Heute würden überwiegend die Nachfahren von sechs Sorten verkauft.

Um der Frage nachzugehen, wie groß die Vielfalt in Nordhessen noch ist, wird der Apfel- und Birnenexperte Jan Bade aus Kaufungen von 11 bis 17 Uhr in der Nähe des Rathauses Sorten bestimmen. Besucher können diese mitbringen. Benötigt werden fünf Exemplare pro Sorte, die Kosten für eine Bestimmung betragen zwei Euro. Alle bestimmten Sorten werden gesammelt und veröffentlicht.

Um Geschmack geht es auch ab 14 Uhr im Rathaussaal: Fleischermeister Dieter Rohde spricht zum Thema Warmverarbeitung und zeigt Unterschiede anhand vergleichender Geschmacksproben.

„Denn Geschmack ist beeinflussbar“, sagt Hanns Kniepkamp von Slow Food Nordhessen und Mitorganisator. Nur im direkten Vergleich seien Unterschiede zu erschmecken. So erhalten die meisten Brühwürste Phosphat. Dass es auch ohne das Salz geht, soll die Veranstaltung zeigen. Karten gibt es für neun Euro unter Tel. 01 60/97 70 96 15 oder am Slow Food Zelt. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Auf dem Freigelände der Stadtkirche wird es ein Besser-Esser-Dorf geben. Dort betreuen Mitarbeiter des Umweltzentrums Licherode KInder. (gör)

Quelle: HNA

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