Die Jugendkickerinnen Johanna und Lena sind im WM-Fieber - ihre Väter auch

Fest schon zum Anpfiff

Jörg Wolff

BREUNA. Vereinzelt machen schwarz-rot-goldene Fahnen an den Autos der Region schon jetzt darauf aufmerksam: Die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft steht unmittelbar bevor, einige Spiele sind ausverkauft und alle sind guter Dinge, dass die deutschen Fußballerinnen erneut den Titel holen.

So auch Jörg Wolff und Klaus Wiegand. Fußball von seiner schönsten Seite genießen die Männer aus Oberlistingen und Breuna bereits seit einiger Zeit. Genauer gesagt: Seit dem Zeitpunkt, da ihre Töchter ebenfalls ans runde Leder kicken. „Bedingt durch die Fußballleidenschaft unserer Kinder haben wir naturgemäß auch mehr Berührungspunkte mit dem Frauenfußball“, sagt der 47-jährige Wiegand. Tochter Lena ist nämlich Fußballerin mit Leib und Seele. So spielt sie in der E-Jugend der JSG Wettesingen/Breuna/Oberlistingen und mit Gastspielberechtigung bei den E- und D-Mädchen des TSV Jahn Calden. Die Neunjährige ist auch die treibende Kraft, die die Familie vor dem heimischen Fernseher versammelt, wenn die deutschen Frauen spielen. „Dann schauen wir alle gemeinsam“, sagt das talentierte Mädchen.

Ähnlich geht es bei den Wolffs in Oberlistingen zu. Die elfjährige Johanna steht in Ersen und Calden zwischen den Pfosten.

Johannas und Lenas größter Wunsch ist es, einmal ebenso erfolgreich zu sein, wie Birgit Prinz, Martina Müller oder Nadine Angerer.

Beim Eröffnungsspiel gegen Kanada am Sonntag in Berlin steht sowohl bei den Wolffs als auch bei der Familie Wiegand ein kleines Fußballfest an. Gemeinsam mit Johanna werden dann neben Vater Jörg auch Mutter Daniela sowie die jüngere Schwester Emelie vor dem Fernseher mitfiebern. Lena wird die Partie mit ihren Eltern Klaus und Rita sowie Schwester Tina verfolgen.

„Anders als bei der Fußballweltmeisterschaft der Männer werden wir uns allerdings nicht jedes Spiel der Frauen ansehen“, sagt Klaus Wiegand. Aber die Begegnungen der Favoriten USA, Brasilien mit der Ausnahmespielerin Marta und Deutschland stehen fest auf dem Fernsehprogramm.

Sollte Deutschland der Einzug ins Finale gelingen, so planen beide Familien gar ein Treffen zu einem Mini-Public-Viewing. Dann gibt es neben Grillgut und kühler Getränke sicher jede Menge Gesprächsstoff. Über Fußball von seiner schönsten Seite.

Von Joachim Hofmeister

Quelle: HNA

Kommentare