Viele Spezialitäten für die Besucher

Kulturfest der türkisch-islamischen Gemeinde Borken

Volles Haus beim Kulturfest in Borken: Viele Besucher schauten sich auf dem Gelände um und bei den Darbietungen zu. Tänze zeigte zum Beispiel die Folkloregruppe Ditip aus Köln (großes Foto). Alina Popalzei (Mitte unten) trug Hennamalerei auf, Bilal Basoglu aus Rotterdam zeigt die Maltechnik Ebru (rechts). Deutsch-türkische Gemeinschaft leben Lars Röse, Ehefrau Aysel und Sohn Elwin (links)

Borken. Drei Tage lang ging es auf dem Gelände der türkisch-islamischen Gemeinde zu Borken und Umgebung hoch her. Das Kulturfestival mit einem bunten Programm lockte viele Besucher aus dem weiten Umfeld der früheren Bergbaustadt an.

Für die Gäste war es im wahrsten Sinne des Wortes ein Fest für die Sinne, bei dem Augen, Ohren und Gaumen gleichermaßen beansprucht wurden. Im tänzerischen Bereich lagen die Interessen der Besucher ganz klar bei den Tanzvorführungen. Die Ditip-Tanzgruppe aus Köln zeigte landestypische Tänze, später hatte die Kindertanzgruppe der türkisch-islamischen Gemeinde einen Auftritt.

„Musik im Hintergrund sowie Speisen und Getränke sind das A und O einer jeden Feier“, sagte Nizam Yilmaz vom Vorstand. Deshalb packt jeder mit an, im Vorfeld wird vorbereitet und gebacken, was der Ofen hergibt. Auf langen Tischreihen wurden dann die türkischen Spezialitäten angeboten, die bei den Besuchern sehr gut ankamen.

Ruhezone im Nomadenzelt: Türcan Ölcek aus Borken (rechts) machte es sich mit ein paar Frauen bequem. Fotos: Zerhau

Da gab es unter anderem den dezent scharf gewürzten Adana Kebap, einen auf Holzkohle gegarten Fleischspieß mit Hackfleisch von Rind und Lamm, oder Sac Kavurma, Lammgeschnetzeltes mit Gemüse aus der Pfanne Wer es dann zu Kaffee oder türkisch Mokka etwas süßer haben wollte, war mit Baklava, einer mit Nüssen gefüllten Blätterteigtasche, gut beraten. Hart im Nehmen waren die Männer, die die Fleischspieße am Grill zubereiteten. Sie trotzten in ihrer neuen Festkleidung der zusätzlichen Hitze vom Grill. Diese Tracht, so sagte Recep Akdag, sei an die Bekleidung der gut betuchten Männer aus der Zeit des osmanischen Reiches von 1299 bis 1923 angelehnt.

Deutsch-türkisches Kulturfest in Borken

Die Kunst der Ebrumalerei, einer Technik der malerei im Wasser, zeigte Bilal Basoglu aus Rotterdam. Eine gute Nachricht gab es noch zum guten Schluss: Das türkisch-deutsche Kulturfestival wird jetzt jedes Jahr gefeiert und ganz sicher einen Platz im Borkener Veranstaltungskalender finden.

Von Peter Zerhau

Quelle: HNA

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