Fetzige Metal-Klänge im Gewölbekeller

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Die Band: Crystal Viper mit Marta Gabriel (Gesang, Gitarre), Andy Wave (Gitarre), Tom Woryna (Bass), Golem (Schlagzeug).

Naumburg. Schreie aus dem Gewölbekeller im Café Milch und Zucker? In düsterer Atmosphäre dreht der Folterknecht gnadenlos das Folterinstrument, während der Inquisitor der um Hilfe schreienden Frau auf der Streckbank eine letzte Chance gewährt, sich als Hexe erkennen zu geben.

Amüsiert beobachten die Gäste des Cafés das Filmteam bei den Dreharbeiten in dem weit über 700 Jahre alten Gewölbekeller und auch die Elbenberger nehmen es gelassen, als der Hof des Steinmetzes Uwe Bächt sich plötzlich in einen Mittelaltermarkt verwandelt. Unter der Regie von Andreas Lindner aus Liebenau entsteht ein Musikvideo über Hexenverfolgung für die internationale Heavy-Metal-Band Crystal Viper aus Polen. „The witchmark“, (Das Hexenzeichen) heißt das Lied zum Musikvideo und berichtet in typischen Metalrhythmen von den düsteren Zeiten des Mittelalters.

Extra aus Polen angereist

Marta Gabriel, die Sängerin der Band und ihre Mitglieder sind in jedem Fall begeistert von den historischen Räumen, die die Region Nordhessen zu bieten hat. Überzeugt von dem historischen Ambiente dieser geschichtsträchtigen Umgebung ist die Band eigens die über 900 Kilometer aus der polnischen Stadt Kattowitz angereist, um für ihre deutsche Plattenfirma AFM-Records aus Hamburg ein aussagekräftiges Musikvideo zum Album „Crimen Excepta“ zu produzieren. Es ist seit 27. April deutschlandweit erhältlich.

Gedreht wurde Anfang April in Elbenberg, Naumburg, Waldgut Schloss Höhnscheid, Ippinghausen und Volkmarsen unter reger Beteiligung zahlreicher Mittelalterfreunde der Region. Es wird am Freitag, 18. Mai, erstmalig der Öffentlichkeit vorgestellt. In der Kasseler Rockkneipe Fiasko wird das Musikvideo ab 21 Uhr Premiere feiern.

Ab kommender Woche ist das Musikvideo dann auch im Internet vertreten und kann über die Bandwebsite www.crystalviper.com angesehen werden. (nh/uli)

Quelle: HNA

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