Ermittlungen zur Ursache laufen noch

Brand in Borken: Feuerwehr rettet Seniorin in letzter Minute

Borken. Großalarm für die Feuerwehren aus Borken und Homberg. In der Bahnhofstraße in Borken explodierten Gasflaschen, die in einem Schuppen gelagert waren. Das Feuer griff auf ein Wohn- und Geschäftshaus über. Die Bewohnerin wurde dabei verletzt.

Das Feuer war aus bislang ungeklärter Ursache in einem an das Wohn- und Geschäftshaus angrenzenden Schuppen ausgebrochen. Dort lagerten Gasflaschen, es kam zu einer Explosion. Als die Feuerwehr eintraf, hatte das Feuer bereits auf ein an den Schuppen angrenzendes Wohn- und Geschäftshaus übergegriffen.

Während sich die Flammen rasend schnell nach oben zum Dach hin ausbreiteten, gelang es der Feuerwehr, die 78-jährige Bewohnerin der Dachwohnung über den Drehleiterkorb zu retten. Die Seniorin wurde dem Rettungsdienst übergeben und mit Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Nur kurze Zeit später schlugen bereits die Flammen aus dem Dach. Es war Rettung in letzter Minute.

Aktualisiert um 12.20 Uhr

Wie Stadtbrandinspektor Achim Hilgenberg sagte, stand neben der Menschenrettung die Rettung eines angrenzenden Wohnhauses im Vordergrund. Bedingt durch die extrem starke Rauchentwicklung konnten die Feuerwehrleute nur mit schwerem Atemschutz arbeiten. Mehrere Angriffstrupps bekämpften das Feuer von innen und außen. Dank der stabilen Brandschutzwand und dem gezielten Löscheinsatz konnte ein Übergreifen der Flammen verhindert werden.

Ersten Schätzungen zufolge soll der Schaden bei etwa 500000 Euiro liuegen. Die schwersten Schäden entstanden an dem Haus, von dem der Brand ausging.

Die Untersuchungen laufen noch. Es wurden Brandursachenermittler des Hessischen Landeskriminalamtes hinzugezogen. Sie werden am Mittwoch ihre Arbeit an der Brandstelle aufnehmen.

Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen war der Brand unter einer Überdachung im rückwärtigen Bereich eines Wohn- und Geschäftshauses ausgebrochen. Dort lagerten unter anderem Kartonagen, Mülltonnen und mehrere Gasflaschen. Das Feuer hatte von dieser Überdachung auf das Wohnhaus übergegriffen, an dem der Holzschuppen angebaut war und im weiteren Verlauf auf den Dachstuhl des unmittelbar angrenzenden Hauses. Ferner wurde im rückwärtigen Bereich das Flachdach eines weiteren angrenzenden Gebäudes beschädigt. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an.

Durch das Feuer verwüstet wurde auch die Toilettenanlage. Hier gab es gegen 4.20 Uhr eine Durchzündung, das Häuschen stand im Vollbrand. Unterdessen konnte das Feuer im Haupthaus gelöscht werden. Große Probleme bereitete der stramme Frost, die Schlauchleitungen mussten immer im Durchfluss gehalten werden, dazu verwandelte das Löschwasser die Straßen in spiegelglatte Flächen.

Mit Streusalz betrieben die Feuerwehren Eigensicherung. Insgesamt 116 Männer und Frauen der Einsatzabteilungen aus Borken, Singlis/Lendorf, Gombeth, Großenenglis, Kleinenglis, Trockenerfurth, Nassenerfurth und Arnsbach sowie den Kameraden aus Homberg mit der Drehleiter waren im Dauereinsatz.

Der Versorgungszug des Malteser Hilfsdienstes aus Fritzlar baute vor dem Bürgerhaus ein Zelt auf. Hier wurden die durchgefrorenen Einsatzkräfte mit Essen und warmen Getränken versorgt. Mit an der Einsatzstelle waren auch zwei Rettungswagen und ein Notarzt, dazu Polizei und Brandermittler der Kripo Homberg. (zzp/tat)

Großbrand in Borken: Rettung in letzter Minute

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © Zerhau/HNA

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