Feuerwehren der Gemeinde Frielendorf übten – Löschfahrzeuge im Pendelverkehr

Feuer mitten im Wald

Übungsbeginn: Die Einsatzkräfte warten im Bereitstellungsraum auf ihren Einsatzbefehl. Foto: Feuerwehr Frielendorf/nh

Frielendorf. Nach langer Trockenheit kam es in einem Waldgebiet zwischen den Frielendorfer Ortsteilen Obergrenzebach und Großropperhausen zu einem Brand, dem 8000 Quadratmeter Wald zum Opfer fielen.

Angetrieben durch den Wind, fraß sich das Feuer mit zwei bis drei Metern pro Minute in den Wald hinein und trieb einen bis zu 600 Meter breiten Feuersaum vor sich her.

Glücklicherweise handelte es sich hierbei nur um eine durch den stellvertretenden Wehrführer der Feuerwehr Obergrenzebach, Christian Nill, ausgearbeitete Übung der Feuerwehren der Gemeinde Frielendorf – und der imposante Feuersaum wurde mithilfe von Flatterband simuliert. Um kurz vor 14 Uhr heulten in fast allen Frielendorfer Ortsteilen die Sirenen und knapp 140 Feuerwehrfrauen und -männer machten sich unter der Leitung des Gemeindebrandinspektors Norbert Mühling auf den Weg zu dem fiktiven Waldbrand.

Zum Übungsbeginn setzte für eine halbe Stunde strömender Regen ein, und die Einsatzkräfte mussten ihre Fantasie schon sehr bemühen, um sich das zugrundeliegende Szenario eines heißen, trockenen Sommertages vorstellen zu können.

Als besondere Herausforderung mussten die Feuerwehren parallel zur Brandbekämpfung zwei vermisste Forstarbeiter in dem betroffenen Waldgebiet finden und aus dem unwegsamen Gelände retten.

Unterstützt wurde die Einsatzleitung um Mühling bei der Übung vom Revierförster Dietmar Rhode. Schwerpunkt der Übung für die beteiligten Führungskräfte war die Koordination vieler Einsatzkräfte und Mittel in dem unübersichtlichen Gelände sowie die damit verbundenen logistischen Besonderheiten.

So galt es den Brandbekämpfern ausreichend Löschwasser, aber auch Treibstoff für die Pumpen und Fahrzeuge, sowie Trinkwasser und Verpflegung zur Verfügung zu stellen.

Im Pendelverkehr brachten Tanklöschfahrzeuge aus Schwalmstadt und Homberg gemeinsam mit ortsansässigen Landwirten das Löschwasser zu der tief im Wald liegenden Einsatzstelle.

Um eine kontinuierliche Wasserversorgung sicherzustellen, wurde durch die Feuerwehren eine 2300 Meter lange Schlauchleitung von Obergrenzbach kommend verlegt, wobei ein Höhenunterschied von 84 Metern überwunden werden musste.

An der Übung beteiligt waren die Feuerwehren der Gemeinde Frielendorf, die Feuerwehr Neukirchen, Seigertshausen, Ziegenhain und Homberg mit 24 Fahrzeugen.

Im Wesentlichen zeigte sich der Gemeindebrandinspektor mit der Leistung der Wehren zufrieden.

„Die Einsatzkräfte haben die gestellten Aufgaben erfüllt, kleine Fehler und Mängel gilt es jetzt in der Nachbereitung gezielt abzustellen“, sagte Norbert Mühling in der Abschlussbesprechung. (red)

Quelle: HNA

Kommentare