Feuer im Silo in Altmorschen nach vier Tagen aus

Feuer gelöscht: Mit Stickstoff wurde der Schwelbrand im Silo erstickt (siehe Bild links). Immer wieder im Einsatz waren auch Einsatzleiter Mirko Möhrke und Gunda Pfaffenbach. Foto: Wenderoth

Altmorschen. Am Montagmittag wurde in Altmorschen in einem Silo mit Rapsexpeller ein Schwelbrand entdeckt. Seitdem war die Feuerwehr im Einsatz. Der Brand wurde mit Stickstoff gelöscht. Gestern Abend konnte der Einsatz schließlich beendet werden.

Es sei der längste Einsatz im Schwalm-Eder-Kreis seit dem tragischen Grubenunglück in Stolzenbach gewesen, sagte der stellvertretende Kreisbrandinspektor Robert Pfalzgraf.

„Besonders wichtig ist mir, dass es bei diesem Einsatz bisher keine Verletzten gegeben hat. Die Einsatzleitung vor Ort hat sehr gut gearbeitet.“

In dem Silo hatte sich ein Haufen, der einem Termitenhügel ähneln soll, aus verbrannten Rapsexpellern gebildet. Dieser verhindert, dass das teilweise verbrannte Material aus dem Silo entfernt werden kann. Gestern Nachmittag war alles dafür vorbereitet worden, um das Material aus dem Silo in einen Container zu füllen und abzulöschen.

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Aber nur einzelne Brocken konnte im Laufe des Tages aus dem Silo entfernt werden. Laut Feuerwehr wurde das Silo verschlossen. Die Arbeiten sollen nächste Woche fortgesetzt werden. Die Mitarbeiter der Berufsfeuerwehr Würzburg, die bereits Erfahrung im Löschen mit Stickstoff hatten und deshalb die Feuerwehren im Schwalm-Eder-Kreis unterstützten, konnten gestern Mittag wieder abreisen. Sie hatten mit einem Verdampfer, von denen es nur ganz wenige in Deutschland gibt, dafür gesorgt, dass der flüssige Stickstoff gasförmig in das Silo gelangt und das Feuer erstickt.

Der stellvertretende Kreisbrandinspektor Robert Pfalzgraf lobte an der Einsatzstelle die gute Zusammenarbeit. „Die Kooperation mit den Verantwortlichen und Mitarbeitern von Raiffeisen sowie den Feuerwehren ist optimal.“ Ohne Probleme hätten Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr Würzburg, der Werkfeuerwehr B. Braun Melsungen und den Freiwilligen Feuerwehren aus Morschen, Malsfeld, Spangenberg und Melsungen zusammengearbeitet.

Täglich waren 22 Atemschutzgeräteträger im Schichtdienst im Einsatz. Sie überwachten die Entwicklung im Silo. Die Verpflegung der Einsatzkräfte wurde von den Raiffeisen-Mitarbeitern geleistet. Sie sorgten auch dafür, dass sich die Feuerwehrleute in ihren Sozialräumen von den anstrengenden Atemschutzeinsätzen erholen konnten. Bis zum Donnerstagnachmittag waren über 3000 Kubikmeter Stickstoff eingeleitet worden.

Schaden nicht beziffert

Auch Betriebsleiter Frank Gollbach würdigte den Einsatz der Hilfskräfte. „Wer weiß was passiert wäre, wenn die Einsatzleitung am Montag nicht so kompetent vorgegangen wäre. Ich habe große Achtung vor dem Einsatz der Feuerwehrleute.“ Die Produktion in dem Kraftfutterwerk ruht aus Sicherheitsgründen nach wie vor. Der bei dem Brand entstandene Schaden konnte noch nicht beziffert werden.

Von Helmut Wenderoth

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Quelle: HNA

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