Feuer in Tapetenfabrik: 22-Jähriger bleibt in psychiatrischer Klinik

Marburg. Nach der Brandstiftung in einer Tapetenfabrik im mittelhessischen Kirchhain muss ein 22-Jähriger in einer psychiatrischen Klinik bleiben. Das entschied das Landgericht Marburg am Donnerstag.

Der Mann sei wegen einer geistig-seelischen Erkrankung schuldunfähig. Das Gericht sah aber eine deutliche Gefahr weiterer gefährlicher Taten des Mannes.

Ein Teil der Fabrik wurde im vergangenen März durch das Feuer vollständig zerstört, der Staatsanwalt bezifferte den Schaden auf 15 bis 20 Millionen Euro. Der 22-Jährige war nach dem Brand in die Psychiatrie eingewiesen worden.

Der Angeklagte hatte gestanden, den Großbrand gelegt zu haben. Vor Gericht berichtete er, er habe damals ein Zeichen für Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit setzen wollen. Er sei in der Nacht in die Produktionshalle eingebrochen, um dort zu übernachten. Am Morgen habe er dann den Impuls verspürt, die Firma anzuzünden. Er habe an mehreren Stellen Feuer gelegt, indem er Papier in Brand setzte. (dpa/lhe)

Bilder des Brandes

Brand in Kirchhainer Fabrik

Quelle: HNA

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