Feuerwehr musste Strohballen löschen - Ursache noch unklar

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Bergheim. Der Schaden ist mit 600 Euro nicht sehr hoch, doch der Aufwand für die Feuerwehren, am späten Montagnachmittag 30 bis 40 brennende Strohballen zu löschen. um so mehr. Das Hauptproblem hieß: Wasser.

Auf dem Grundstück des Landwirtes am Schmachtenhagen zwischen Bergheim und Eubach gibt es weder einen Wasseranschluss, noch einen Hydranten und auch kein fließendes Gewässer, erklärte Stadtbrandinspektor Uwe Bauer. So musste mit Feuerwehrfahrzeugen Wasser aus Bergheim herangeschafft werden.

Ein Landwirt brachte zusätzlich Wasser in einem Güllefass. Wehrführer Klaus Stöbel: „In das Güllefass passen 8400 Liter, das ist dreimal so viel wie in ein Feuerwehrfahrzeug geht.“ Wie die Polizei mitteilte, hatte ein Landwirt auf seinem Grundstück etwa ein Dutzend Strohballen in seiner nahe gelegenen Scheune unterbringen wollen. Als er einen der Ballen anhob, habe er das Feuer entdeckt. Zunächst habe der Landwirt laut Polizei versucht, das Feuer selbst zu löschen, was nicht gelang.

Es rückten die Feuerwehren aus Spangenberg mit 18 Einsatzkräften, aus Bergheim mit 13 Leuten und sechs aus Altmorschen aus, um den Brand zu löschen. Die Scheune sei nach einer halben Stunde nicht mehr gefährdet gewesen, so Bauer. Dem Löschwasser wurde etwas Schaummittel zugesetzt, so dass es besser ins Stroh eindringen konnte. Gleichwohl mussten die Pressballen auseinander gezogen werden, was der Landwirt erledigte, während die Wehren löschten. Diese musste teilweise unter Atemschutz arbeiten, weil die Rauchentwicklung erheblich war.

Gegen 22 Uhr war der Einsatz beendet. Der Landwirt und Feuerwehrleute aus Berheim übernahmen die Brandwache. Ob das zugekaufte und möglicherweise feuchte Stroh sich selbst entzündet hat, ist unklar. Die Polizei spricht von unbekannter Ursache. (bmn/kam)

Bilder vom Brand

Strohballenbrand in Bergheim

Quelle: HNA

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