Feuerwehr Mühlhausen: Ihr ganzer Stolz heißt Florian 17

Wurde eigenhändig beklebt: der neue Mannschaftsbus der Feuerwehr Mühlhausen. Von links auf dem Foto Mario Hamp (Wehrführer), Karl-Heinz Erb, Jannik Händel, Carolin Arndt, Johanna Dobel mit Ronja Dobel, Heiko Händel mit Jonas Händel, Malena Hamp, Jessica Lackmann, Patrick Kaser (alle Feuerwehr Mühlhausen) Foto: yma

Mühlhausen. „Florian 17“ ist der ganze Stolz der Feuerwehr Mühlhausen: Der neue Mannschaftsbus ersetzt ein Auto, das nach 19 Jahren und über 210 000 Kilometern ausgemustert werden musste.

Seinen ersten Einsatz hatte der neue Bus bereits bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Lembacher Höhe, nun wurde er bei einem Herbstfest der Feuerwehr offiziell in Dienst genommen.

Für das neue Einsatzfahrzeug hatte die Feuerwehr schon lange gespart und Spenden gesammelt. Bei etwa 360 Einwohnern in Mühlhausen findet die Feuerwehr mit insgesamt 156 Mitgliedern breite Unterstützung im Dorf.

„Ich glaube, in jedem Haus wohnt mindestens ein Mitglied der Feuerwehr“, sagte Wehrführer Mario Hamp. Auch die gute Jugendarbeit der Mühlhausener Feuerwehr zeige sich in Zahlen: 26 Jugendliche und sieben Bambini gehören dazu.

Darüber hinaus sei die Jugendfeuerwehr schon mehrmals Hessenmeister geworden. Um die Jugendfeuerwehr bei Fahrten zu Wettkämpfen und zum Training zu unterstützen, sei der Mannschaftsbus ein kleiner Luxus, erklärte der Wehrführer. Auch für Fahrten der Bambini sowie der Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung werde er häufig genutzt.

Vorrangig solle das Auto aber genutzt werden, um bei Einsätzen das Tragkraftspritzenfahrzeug zu begleiten. So könnten mit beiden Fahrzeugen 15 Feuerwehrleute transportiert werden. Die Betriebskosten übernimmt die Stadt Homberg.

112 Stunden Arbeit stecken in dem neuen Feuerwehrbus, den geschickte Mitglieder der Mühlhausener Wehr aus einem handelsüblichen Neunsitzer umgebaut haben. Das Funkgerät wurde aus dem alten Fahreug übernommen, die Blaulichtanlage stammt aus ausgemusterten Polizeibeständen.

Die Feuerwehr sei stolz auf ihren neuen, flott anmutenden Einsatzwagen, sagte Jörg Jerosch von der Mühlhäuser Feuerwehr. Für einen kleinen Verein mit bescheidener Vereinskasse sei es nicht einfach gewesen, ein modernes Fahrzeug zu bekommen.

„Die 112 Stunden Arbeit sind Bestandteil einer Gemeinschaft, die stark ist“, lobte Bürgermeister Martin Wagner. (yma)

Quelle: HNA

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