Wehrführer und Stellvertreter haben Ämter niedergelegt

Feuerwehr Schönborn rückt nicht mehr aus

Klein, aber fein: Im Feuerwehrgerätehaus in Schönborn parkt ein Tragkraftspritzenfahrzeug, das erst 2003 angeschafft wurde. Es rückt derzeit nicht mehr aus, die Einsatzabteilung hat ihren Dienst eingestellt. Foto: Grede

Schönborn. Der Status der Feuerwehr Schönborn ist immer noch der von vor vier Wochen: Die Wehr rückt nicht mehr aus (wir berichteten).

In wenigen Tagen endet der Sabbatmonat, den Bürgermeister Birger Fey den Feuerwehrleuten gewährt hatte. Sie sollten ihre Haltung noch einmal zu überdenken. Getan hat sich in dieser Zeit wenig.

Das bestätigt auf Anfrage der HNA Bürgermeister Fey. Ein Stimmungsbild aus dem Ort komme derzeit bei ihm nicht an.

Offiziell und schriftlich haben inzwischen der Wehrführer der Schönborner Wehr und sein Stellvertreter ihre Ämter niedergelegt. In den Einsatzplänen der Frielendorfer Feuerwehren tauchen die Schönborner schon nicht mehr auf. „Die Schönborner wollen, dass es weitergeht mit der Feuerwehr“, unterstreicht Ortsvorsteher Helmut Dörrbecker. Und es besteht ein Fünkchen Hoffnung, meint nicht nur Bürgermeister Fey sondern auch Ortsvorsteher Dörrbecker, der auch Mitglied der Feuerwehr ist.

In einem Treffen, für das der Termin noch nicht feststeht, wollen nun Mitglieder der Schönborner Einsatzabteilung, Frielendorfer Feuerwehr-Funktionäre und die Gemeinde nach Lösungen suchen. Zielsetzung dabei sei, so Fey, so viele der erfahrenen Feuerwehrleute wie möglich wieder für den aktiven Dienst gewinnen zu können. Einige der bisherigen Aktiven wollen, dass es weitergeht, ist sich Dörrbecker sicher. Wobei das angesichts der Zahlen, die er nennt, als Tropfen auf dem heißen Stein erscheint: Von den 16 Feuerwehrleuten, die bisher zur Einsatzabteilung gezählt wurden, leben nur noch zehn im Ort, gerade mal drei von ihnen sind unter 45 Jahre alt. Auch ist er sich sicher, dass sich angesichts der hohen Ausbildungsstandards, die von den freiwilligen Führungskräften, erwartet werden, kein neuer Wehrführer finden wird.

Bisher hatte Schönborn gemeinsam mit Obergrenzebach und Leimsfeld einen Löschbezirk gebildet. Derzeit stellen diese beiden Wehren auch für das 100-Einwohner-Dorf den Brandschutz sicher.

Die gute Nachbarschaft könnte auch in künftigen Lösungen zum Tragen kommen. Möglich wäre laut Fey zum Beispiel, dass sich die Schönborner in die Nachbarwehren integrieren. Denkbar wäre aber auch, dass eine aktive Schönborner Einsatzabteilung, quasi als Filiale, von dort aus geleitet würde.

Quelle: HNA

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