Bis 7,5 Tonnen: Junge Feuerwehrleute dürfen Einsatzwagen nun fahren

Kreisteil Melsungen. Wer sein Einsatzfahrzeug liebt, der schiebt - was bisher an so manchem Ausbildungsabend für die Mitglieder der Jugendfeuerwehr in Melgershausen galt, hat mit dem jüngsten Kabinettsbeschluss aus Wiesbaden bald ein Ende. Anfang Februar hat die Landesregierung die neue Verordnung zum Feuerwehrführerschein beschlossen.

Jetzt hat sie sie veröffentlicht. Mitglieder der freiwilligen Feuerwehren dürfen nun nach einer Zusatzausbildung mit ihrem Auto-Führerschein Einsatzfahrzeuge bis 7,5 Tonnen fahren. „Es freut mich, dass wir das hingekriegt haben“, sagt der Kreisbrandinspektor des Schwalm-Eder-Kreises, Werner Bähr. Die Verordnung zum Feuerwehrführerschein sei das Ergebnis jahrelanger Bemühungen der Länder Bayern und Hessen.

Die Entscheidung, sagt Bähr, sei eine erhebliche finanzielle Entlastung für die Städte und Gemeinden, die bisher den Feuerwehr-Mitgliedern, die keinen geeigneten Führerschein hatten, diesen finanziert oder bezuschusst haben. Bähr sagt weiter: „In meiner Funktion als Vorsitzender des Kurhessisch-Waldeckschen Feuerwehrverbandes hätte ich mir noch gewünscht, dass der Führerschein auch privat genutzt werden darf, als Würdigung der ehrenamtlichen Arbeit.“

Das weitere Vorgehen beschreibt der Kreisbrandinspektor so: Die Städte und Gemeinden müssten Feuerwehrleute benennen, die als Ausbilder oder Prüfer geeignet sind. Als Landkreis wolle man alles dafür tun, dass die Ausbildung möglichst einheitlich ablaufe.

„Wir müssen bei Einsätzen nicht mehr bangen, ob auch jemand kommt, der das Fahrzeug fahren darf.“

Klaus Siemon, Stadtbrandinspektor in Felsberg, hofft, dass man bis Ende des Jahres an allen Standorten Leute ausgebildet hat, die die Einsatzfahrzeuge fahren dürfen. Neben der finanziellen Entlastung für die Stadtkasse, sieht er auch eine große Erleichterung für die Jugendarbeit. Mit dieser Regelung sei es nicht mehr nötig, dass bei Übungsabenden des Nachwuchses Mitglieder anwesend sind, die die Fahrzeuge bewegen dürfen. „Außerdem brauchen wir bei Einsätzen nicht mehr zu bangen, ob auch jemand kommt, der das Fahrzeug fahren darf“, sagt Siemon. (kam)

Mehr in der gedruckten Ausgabe.

Quelle: HNA

Kommentare