Feuerwehren setzen auf Service aus einer Hand

Die zwei vom Stützpunkt: Die hauptamtlichen Gerätewarte Markus Ruth (links) und Dirk Mahlmann beim Befüllen des Trockners mit gereinigter Einsatzkleidung. Foto:  Norbert Müller

Wolfhagen. Im Stützpunkt der Wolfhager Feuerwehr entsteht ein Servicezentrum, das Dienstleistungen für andere Wehren übernimmt.

Die Gemeinden im Wolfhager Land rücken enger zusammen. Interkommunale Zusammenarbeit heißt die Formel, mit der die Haushalte entlastet werden sollen. Und dabei leisten auch die Feuerwehren ihren Beitrag.

In Wolfhagen entsteht im Stützpunkt der Wehr ein Dienstleistungszentrum, in dem für andere Feuerwehren Arbeiten übernommen werden. Bislang beschränkte sich das im Wesentlichen auf das Reinigen der Einsatzkleidung. Abgerechnet wurde aufwandsbezogen. Jetzt geht man einen Schritt weiter: Über eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung, sagt Stadtbrandinspektor Frank Brunst, wird einer Wehr ein ganzes Service-Paket angeboten. Die Abrechnung erfolgt pauschal.

Laut Sebastian Swoboda, Fachbereichsleiter für den Bereich Brandschutz im Wolfhager Rathaus, gehören zum Service das Waschen der Schutzkleidung, das Reinigen und Prüfen der Schläuche, alles rund um den Atemschutz vom Reinigen, Prüfen bis zum Auffüllen sowie das jährliche Kontrollieren aller prüfungspflichtigen Dinge von der Leiter bis zum hydraulischen Rettungsgerät.

Erledigt werden die Arbeiten von den beiden hauptamtlichen Gerätewarten der Wolfhager Feuerwehr. Der erste der beiden Spezialisten wurde bereits vor zehn Jahren eingestellt, die zweite Stelle wurde - auch mit Blick auf das Dienstleistungzentrum - zum 1. Juli vergangenen Jahres geschaffen. Das komplette Servicepaket kostet die Gemeinden je nach Größe zwischen 2500 und 3000 Euro jährlich. Und damit finanzieren sie die Hälfte der neuen Stelle.

Außerdem hoffe man auf einen Zuschuss aus Wiesbaden, der nach Angaben von Wolfhagens Bürgermeister Reinhard Schaake bei maximal 100.000 Euro liegen könnte.

Während Breuna die Entscheidung zur Beteiligung bereits getroffen hat, steht sie in Habichtswald und Naumburg kurz bevor. Zierenberg und Bad Emstal halten sich noch bedeckt.

Quelle: HNA

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