Brandschutzehrenzeichen für 16 Feuerwehrmänner aus dem Kreis – Vizelandrat Winfried Becker lobte das lebensrettende Hobby

Feuerwehren sind ein Vorbild für andere Länder

Hohe Ehrung für 40 Jahre Dienst in der Feuerwehr: 16 Männer bekamen das Goldene Brandschutzehrenzeichen am Bande. Foto: Thiery

Fritzlar-homberg. 5000 Menschen im Schwalm-Eder-Kreis haben ein Hobby, das andere Menschen retten kann: Sie sind Mitglieder einer Feuerwehr. Viele tun dies ihr ganzes Leben lang. 16 Männer, die seit 40 Jahren in einer Feuerwehre sind, erhielten nun das Goldene Brandschutzehrenzeichen am Bande.

„Sie beschäftigen sich damit nicht nur sinnvoll in der Freizeit, sondern tun einen Dienst für die Gemeinden und am Menschen“, sagte Vizelandrat Winfried Becker in seiner Laudatio. Der freiwillige Feuerwehrdienst sei nicht hoch genug anzuerkennen und müsse immer wieder sichtbar gemacht werden.

Das sei ein hohes Gut der Gesellschaft und längst nicht überall üblich. In vielen Ländern Osteuropas, etwa in der Ukraine und in Rumänien gebe es Vergleichbares nicht, sagte Gudensbergs Bürgermeister Frank Börner.

Anderswo undenkbar

Ein freiwilliges Angebot sei für viele Politiker dieser Länder undenkbar, erzählte Winfried Becker. Bei Besuchen in Deutschland glaubten sie häufig nicht, dass das System funktionieren könne, weil doch keiner immer Zeit habe.

„Es funktioniert nur, weil wir so viele sind“ , sagte Kreisbrandinspektor Werner Bähr. Es sei immer jemand erreichbar, und das Verantwortungsgefühl sei groß, obwohl das Hobby nicht ungefährlich sei und oft psychische Belastungen mit sich bringe. Es müsse anders geworben werden und man brauche neue Formen der Anerkennung.

Geehrt wurden: Klaus Richter, Karl-Heinz Vaupel (Geismar), Fritz Scherp (Obermöllrich), Uwe Förstner, Theo Hennig (Werkel), Berthold Oppitz (Gudensberg), Rolf Kraus , Verdy Ryffel (Obervorschütz), Reiner Gutheil, Peter Jäckel (Homberg), Wolfgang Knorr (Holzhausen), Horst Mosebach, Gerhard Peter (Dickershausen), Karl-Heinz Salzmann (Rodemann), Lothar Fritz, Eberhard Lohr (Wabern). (zty)

Quelle: HNA

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