Umbau in Oberurff wird auf 2013 verschoben – Planung soll erst fertig gestellt werden

Feuerwehrhaus auf Eis

Bad Zwesten. Das Feuerwehrhaus Oberurff wird im kommenden Jahr noch nicht renoviert und umgebaut. Auf Beschluss der Gemeindevertreter, die am Donnerstag tagten, sollen die Arbeiten auf das Jahr 2013 verschoben werden.

Eigentlich wäre das Haus im kommenden Jahr voraussichtlich auf der Prioritätenliste des Landkreises an erster Stelle gelandet. Mit dieser Liste ist die Vergabe von Zuschüssen verbunden. Dennoch soll das Projekt noch einmal geschoben werden. CDU und Bürgerliste scheiterten mit einem Antrag, wenigstens die Planungskosten im kommenden Haushalt der Gemeinde auszuweisen, um damit ein Zeichen zu setzen, wie wichtig das Feuerwehrhaus sei.

Man könne auf den ersten Platz verzichten und diesen dann im Folgejahr in Anspruch nehmen, erklärte Bürgermeister Michael Köhler. Hintergrund sei, dass zurzeit der Bedarfs- und Entwicklungsplan für die Bad Zwestener Feuerwehren neu aufgestellt wird. In diesem wird festgelegt, wie sich der Brandschutz in den kommenden fünf Jahren entwickeln soll. Köhler sagte im Gespräch mit der HNA, man müsse auf den demographischen Wandel reagieren.

Schon jetzt seien nicht alle Ortsteile in der Lage, Feuerwehren in voller Stärke aufzustellen. So sei es durchaus denkbar, dass mehrere Wehren enger zusammenarbeiten müssten. Das würde sich dann auch auf die Feuerwehrhäuser auswirken, erklärte Köhler. Vielleicht würden dann zwei oder drei Ortsteile an einem Stützpunkt zusammengefasst. Daher wäre es nicht sinnvoll, schon jetzt Festlegungen für das Feuerwehrhaus in Oberurff zu treffen. Köhler betonte allerdings, dass noch keine Entscheidungen gefallen seien. Der Bedarfs- und Entwicklungsplan wird von Kommunalpolitikern und Feuerwehren gemeinsam erarbeitet.

Bernd Jaklin kennt als Gemeindebrandinspektor die Probleme in Oberurff. Umkleiden müssen sich die Einsatzkräfte teilweise hinter den Fahrzeugen, es gibt keinen Schulungsraum und keine Küche.

Es ist eng im Haus

Auch eine Waschmöglichkeit für die Stiefel fehle. Außerdem sei es sehr eng, wenn die Fahrzeuge im Haus stehen. Mit bis zu 35 Aktiven sei der Standort enorm wichtig, zumal sich die Christophorusschule mit 1100 Schülern im Ort befinde. Die Probleme, das weiß der Brandinspektor, sind in der Politik bekannt. Alle Fraktionen hätten das Haus besichtigt. Jaklin sagt: „Wir sind auf einem guten Weg, aber es dauert mir zu lange.“ (ode)

Von Olaf Dellit

Quelle: HNA

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