Fehleinschätzungen des Architekten

Feuerwehrhaus Breuna wird 145.000 Euro teurer

+
Höhere Kosten: von links Architekt Klaus Langlotz, Gemeindebrandinspektor Marc Döring, Wehrführer Stephan Raabe, Staatssekretär Werner Koch und Bürgermeister Klaus-Dieter Henkelmann bei der Übergabe eines Förderbescheides des Landes über 118 000 Euro. Nun wurde bekannt, dass der Umbau des Feuerwehrhauses 145 000 Euro teurer wird, als bisher geplant.

Breuna. Unangenehme Nachrichten für die Breunaer Brandschützer: Bei der Gemeindevertretersitzung am Montagabend gab Vorsitzender Gerhard Koch bekannt, dass der lang ersehnte und geplante Umbau des Feuerwehrhauses 145.000 Euro teurer wird als geplant.

Grund dafür sind „grobe Fehleinschätzungen“ des Architekten Klaus Langlotz sowie die konjunkturelle Lage. Die überplanmäßigen Ausgaben im Haushalt wurden dennoch einstimmig von den Parlamentariern angenommen.

Bürgermeister Klaus-Dieter Henkelmann sagte dazu, dass er im ersten Moment nach Bekanntwerden „schon einen dicken Hals“ gehabt hätte. Inzwischen sei der Ärger aber weitesgehend verflogen, nun gelte es nach vorne zu schauen und die dringend notwendige Sanierung des 40 Jahre alten Feuerwehrhauses umzusetzen. Deswegen habe man sofort die Reißleine gezogen und den Architekten einbestellt.

Architekt Langlotz habe daraufhin auch in sämtlichen Gemeinde-Ausschüssen Rede und Antwort gestanden und eine Fehlkalkulation in den Bereichen Elektro sowie Sanitär, Heizung und Lüftung zugegeben. Die Kostensteigerungen in diesen Bereichen betragen etwa 60.000 Euro.

Andererseits wurde laut Henkelmann mit der Feuerwehr vereinbart, dass Eigenleistungen durch die Mitglieder bei den Pflasterarbeiten erbracht werden. Ferner soll auch der Schulungsraum durch Eigenleistung erneuert werden. Dadurch könne man wiederum etwa 20.000 Euro sparen.

Außerdem seien die Mehrkosten von 145.000 Euro nicht alleine die Schuld des Architekten. Auch die konjunkturelle Lage spiele eine Rolle: So würden Unternehmen aufgrund der guten Auftragslage (auch bedingt durch den langen Winter) höhere Preise verlangen. Hinzu käme, dass eine Absauganlage des Feuerwehr-Domizils entgegen erster Annahmen nicht umgebaut, sondern komplett erneuert werden müsse, sagte Henkelmann. Die Kosten dafür betragen 12.000 Euro.

Das Projekt des Umbaus auf Eis zu legen oder gar ganz zu streichen, sei nie Thema gewesen, ergänzte Henkelmann. Der Umbau soll im August beginnen und bis Frühsommer 2014 abgeschlossen sein.

Architekt Klaus Langlotz, mit dem man laut Henkelmann seit vielen Jahren zusammen arbeite und nie negative Erfahrungen gemacht habe, war für eine kurzfristige Stellungnahme nicht zu erreichen. (uli)

Quelle: HNA

Kommentare