Ein perfekter Auftritt

Erstes Meisterkonzert in Bad Zwesten

Versprühten viel Charme und Witz auf der Bühne: Beim Bad Zwestener Neujahrskonzert hatten Sopranistin Viktoria Car, Bariton Dietmar Sander und Dirigent Christian Fitzner mit seinem Philharmonischen Kammerorchester Wernigerode einen launigen Auftritt. Foto:  Dürr

Bad Zwesten. Wie ein Feuerwerk erlebten die Zuhörer die Musik, die zum Neujahrskonzert im Kurhaus Bad Zwesten erklang. Da passte einfach alles perfekt zusammen.

Ein gut gelaunter Musikdirektor Christian Fitzner mit seinem Philharmonischen Kammerorchester Wernigerode; aus Wien, die mit leichten Koloraturen zauberhaft zu singen und spielen wusste; Bariton Dietmar Sander, ein Charmeur in jeder Rolle mit flexibler, nuancenreicher Stimme. Und nicht zuletzt ein offenes Publikum, das mit Begeisterung auf die Darbietungen reagierte.

Das Orchester zeigte sich unter der Leitung von Fitzner spielfreudig, und bot sowohl in den Ouvertüren zu Opern und Operetten als auch in Polkas spannende, facettenreiche Interpretationen.

Viel Gelächter

Spontane Reaktionen Fitzners führten zu Situationskomik. Als es beispielsweise zum Beginn des Pizzicato-Polkas von Johann Strauß zu laut war im Saal war und er die Schnellpolka von Strauß spielen ließ, er im Eisenbahnerkostüm dirigierte oder sich von den Solisten in ihre Aktionen einbinden – das alles führte zu viel Gelächter im Publikum. Die große Harmonie zwischen Orchester und Sängern war eine helle Freude.

Scherze und komödiantisches Spiel rissen die Zuhörer mit, ein Hauch von Erotik der beiden Solisten in Arien aus Madame Pompadour oder Gasparone verzauberten. So dauerte es nicht lange, bis die Zuschauer im Saal mit dabei waren: Sie summten zur bekannten Melodie im Vorspiel von „La Traviata“ mit, und auch die Arie „Nimm Zigeuner“ von Emmerich Kálmán untermalten viele Besucher stimmlich.

Sich ins Frenetische steigernder Applaus trug immer weiter dazu bei, die Künstler dazu zu animieren, wirklich alles zu geben. Man konnte nicht genug bekommen vom Spiel der Musiker und dem Zauber der Darbietungen, und so war beim ersten Meisterkonzert im neuen Jahr erst nach zwei Zugaben Schluss.

Von Agnes Dürr

Quelle: HNA

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