Das Adventskonzert der Ursulinenschule zeigte die große musikalische Bandbreite der Einrichtung

Vom Feuerwerk zum Musical

Harmonisch: Der Musicalchor trat zwei Mal auf und überzeugte vom Klavier begleitet mit mehrstimmigem Gesang. Fotos:  Auerbach

Fritzlar. Junge Sänger und Musiker, Schüler der Ursulinenschule in Fritzlar, musizierten beim Adventskonzert im Fritzlarer St.-Petri-Dom.

Mit einem Programm, das ausging von der Musik der Renaissance und sich bis zur Gegenwart erstreckte, brachten die Musiker die Freude und Besinnlichkeit der Adventszeit zum Publikum. Und so berührten sie die Herzen der Zuhörer mit festlich-innigen Melodien, schönen Stimmen und einem respektablen Orchester- und Solistenspiel.

Das Schulorchester unter Anleitung von Eva-Maria Heupts verströmte konzertante, barocke Klänge, als es drei Sätze aus Georg Friedrich Händels „Feuerwerksmusik“ aus dem Jahr 1749 spielte. Zu hören waren die feierliche Ouvertüre, das symbolhafte Largo La Paix und ein festlich-majestätisch klingendes Menuett.

Die Chor-AG angeleitet von Barbara Kupfer-Baumert bot fünf Gesangsstücke dar. Mit zarten Stimmen wurde im Kanon Gott gelobt und gepriesen und von Bergen und Hügeln die gute Nachricht von Jesu Geburt verkündet.

Filigranes Gitarrenspiel

Filigran wirkte das Spiel der von Maria Kobus geführten vierköpfigen Gitarren-AG, die englische Weihnachtsweisen zupfte. Gemeinsam mit den Streichern des Schulorchesters setzten Theo Müller und Pamina Klee mit Violinen sowie Katharina Marx und Giaccomo Kerpen mit Flöten klangvolle Akzente in Werken der Barockkomponisten Bach, Sammartini und Vivaldi.

Gut von Nils Knutzen vorbereitet, bot der Musicalchor wunderschönen, mehrstimmigen Gesang. Dazu gehörten Leonard Cohens legendäres „Halleluja“ und Irving Berlins weltbekanntes „White Christmas“.

Jubelnder Applaus

Ein Kompliment geht an Chelsea Bergmann. Nur vom Klavier begleitet, sang sie sich mit dem Titel „I dreamed a dream“ aus dem Musical Les Misérables in die Herzen des Publikums. Dafür erhielt sie jubelnden Applaus.

Die Holz- und Blechbläser des Schulorchesters wagten sich erfolgreich an ein Ricercar von Andrea Gabrieli; und die Blechbläser ließen mit warmen Tönen den adventlichen Choral „Es kommt ein Schiff gefahren“ erschallen. Zum Abschluss vereinten sich Zuhörer, Chöre und Instrumentalisten zu einem Klangkörper bei „Macht hoch die Tür“ – einem Lied aus dem 17. Jahrhundert.

Es war ein buntes, festliches Adventskonzert, das mit viel Beifall belohnt und in dem die überzeugende Arbeit an der Ursulinenschule im Fach Musik demonstriert wurde.

Von Michael Auerbach

Quelle: HNA

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