Saskia Kiessling eröffnet ihre Ausstellung mit Mandala-Fotos in der Alten Pfarrei

Figuren im Regenwald

Naturlandschaft als Mandala: Die Fotografin Saskia Kiessling aus Niederurff schuf aus ihren Naturaufnahmen vom Wald in La Gomera mandalaartige Bilder, mit Phantasie erscheinen kleine Figuren in den Spiegelungen . Foto: Thiery

Bad Zwesten. Köpfe tauchen zwischen den Bäumen auf, mystische Gestalten waten durch den dichten Wald, Buddhas zeichnen sich im Geäst ab oder Feen fallen wie feiner Regen von den Blättern herab. All das kann man in den Bildern von Saskia Kiessling entdecken.

Die Fotografin hat aus ihren Aufnahmen auf den Inseln La Gomera und Sardinien großflächige Bilder erstellt, die in der Alten Pfarrei in Niederurff zu sehen sind. Die Ausstellung wird am Freitag, 8. November, um 20 Uhr mit einer Vernissage eröffnet.

Die Niederurfferin erkundete die Szenen bei ihren Exkursionen auf den Inseln. „Mich faszinierte, was ich beim Spaziergang durch den Wald entdeckte“, sagt die junge Frau. „Ein bisschen war es so, als könnte ich die Natur in den Aufnahmen spüren“, sagt sie. „Da war ein Frieden, den ich fest halten wollte. Für mich ist das etwas Reales.“

Figuren im Geäst

Im Dickicht des Regenwaldes auf La Gomera sah sie in den Wipfeln der Bäume oder zwischen dem Geäst oder in den Steinformationen des kargen Sardiniens Figuren.

Diesen Effekt holte sie heraus, indem sie die Aufnahmen spiegelte, teils zweifach oder vierfach. Dadurch ergaben sich Symmetrien, die sie dazu anregten, die Bilder als Mandalas zu bezeichnen.

Mandalas sind auf ein Zentrum hingerichtete Motive, erklärt sie. Sie haben ihren Ursprung in der indischen Kultur, werden im Buddhismus aber auch in sonstigen fernöstlichen Kulturen als visuelles Hilfsmittel für religiöse Zwecke angewendet.

Hierzulande sind sie vor allem aus den Kindergärten bekannt. Dort werden die vorgefertigten symmetrischen Figuren von den Kindern ausgemalt.

Die Zeichnungen vermitteln Frieden und Ruhe, sagt die 36-Jährige. Positive Stimmung will die Niederurfferin in ihren Bilder auch vermitteln. Für Kiessling sind sie wie ein Fluss.

„In ihnen werden positive und negative Energien fühlbar.“ Die könnten auch die Stimmungen der Betrachter beeinflussen, all das möchte Kiessling ausdrücken. Die Vernissage wird von Alexander Baltosée begleitet, der dazu aus seinem Buch „Paradies der Sinne“ liest.

Bis 24. November

Die Ausstellung wird vom 8. bis 24. November in der Alten Pfarrerin in Niederurff an den Samstagen und Sonntagen von 14 bis 19 Uhr und nach Vereinbarung unter Tel. 06693/1619 zu sehen sein.

Von Christine Thiery

Quelle: HNA

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