Figurentheaterfestival im Kloster Haydau zog viele Besucher an

Morschen. Ob mit Marionetten, mit einfachen Gegenständen oder den eigenen Händen: Die Künstler erzählten wunderbare Geschichten von Helden des Alltags, Drachen und Seeabenteuern.



Auch dieses Jahr war das mittlerweile vierte Festival im Kloster Haydau wieder ein voller Erfolg und zog viele Besucher an. Die Geschichten und verschiedenen Arten des Theaters erfreuten dabei die Herzen von Kindern und Erwachsenen.

„Jedes Jahr freue ich mich schon auf das Figurentheater im Kloster und dieses Jahr habe ich mir auch für jede Veranstaltung eine Karte gekauft“, freute sich Ulrike Seethaler aus Morschen. Sie wird von den Veranstaltern schon als Leiterin des Fanclubs bezeichnet, da sie sich in den vergangenen Jahren kaum eine Veranstaltung entgehen hat lassen.

Doch auch die Künstler selbst freuen sich auf das Festival und kommen gern wieder. So beispielsweise Drew Colby, der derzeit in England lebt. Der Schattenspieler trat im vergangenen Jahr solo auf, dieses Jahr zeigte er mit seiner Kollegin Penny Callow das Stück „Das hässliche Entlein“. Dabei entwickeln sich stets die Figuren neu, nehmen andere Formen an und schnell wird aus einem kleinen Hasen der böse Wolf.

„Es ist sehr spannend, immer wieder neue Schatten-Figuren und Varianten zu entwickeln“, sagte Drew Colby. Colby hat mittlerweile über 30 Figuren und weitaus mehr Varianten mit verschiedenen Bewegungsabläufen und verschiedenen Geschichten entwickelt. Dabei wird auch voller Körpereinsatz gezeigt, so kann er die typische Schildkrötenfigur mit den Händen, zeigt jedoch auch gern die Variante mit seinem Kopf als Körper.

Woher die Inspiration für die Figuren kommt, sei verschieden, erzählt Colby. Mit etwa fünf Jahren habe er ein Kaufhausschaufenster gesehen, in dem die Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens mit elektrischen Figuren gespielt worden sei.

„Ich war schon damals sehr von klassischer Musik und deren Erzählmöglichkeiten begeistert“, sagte Colby. Und so begann auch er, anfangs mit Handpuppen und Marionetten, später dann auch mit Schattentheater aufzutreten. Heute verdient er sich sein Geld mit Auftritten, Workshops an Schulen und Universitäten und im Fernsehen. „Die Grundfiguren sind schnell gelernt und viele haben da auch ein gutes Fingergespür dafür“, sagte Colby. Doch besonders faszinierend macht das Schattenspiel erst der schnelle Wechsel zwischen Figuren und die naturgetreuen Darstellungen und Bewegungsabläufe der Figuren.

„Gerade das Schattenspiel macht durch das Spiel ohne viele Worte Internationales möglich“, sagte Günter Staniewski, künstlerischer Leiter des Figurentheaterfestivals.

Quelle: HNA

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