Leinwand an der Mauer der Obernburg – Burg als Veranstaltungsort attraktiv machen

Filmabend unter freiem Himmel

Ohne sie geht nichts: Die ehrenamtlichen Helfer unter der Federführung der Obernburgfreunde des Openair-Kinos von links Edmund Daher, Jörg Schmidt, Thomas Botte, Wolfgang Döring, Wilfried Utermöhlen, Bernd Ruppert und Waltraud Freund. Nicht auf dem Bild: Lothar Freund, Kurt Scherp, Willi Starke, Karl Weber, Norbert Schmidt Foto: Eberlein

Gudensberg. „Das Leben ist schön“, der Film von Roberto Benigni aus dem Jahre 1999 war am Samstagabend auf der Obernburg in Gudensberg zu sehen. Unter der Federführung der Obernburgfreunde hatten ehrenamtliche Helfer Bänke aufgestellt, eine Leinwand an die Mauer des Turmes montiert und für die Verpflegung der Zuschauer gesorgt.

Diese waren zahlreich zum jährlich stattfindenden Openair-Kino auf der Burg erschienen. In der warmen Sommernacht hatten 150 Kinogänger den Aufstieg auf die Burgruine gewagt und wurden mit einem unterhaltsamen Programm belohnt. Trotz der beklemmenden Thematik von Deportation und der Maschinerie eines nationalsozialistischen Konzentrationslagers, vermittelt die italienische Tragikomödie eine fröhliche Lebensweise und den humorvollen Umgang mit unmenschlichen Situationen.

Vorschläge einreichen

„Es ist ein Film, der sich an die Menschlichkeit richtet“, sagte Jörg Schmidt von den Obernburgfreunden. Er hatte gemeinsam mit den anderen Ehrenamtlichen den Film ausgewählt. Nach dem Film hatten die Besucher die Möglichkeit, bereits jetzt Vorschläge und Wünsche für die Aufführung im kommenden Jahr zu äußern.

Seit 2006 gibt es die Filmvorführungen am ersten Samstag im August auf der Obernburg. Entstanden ist die Idee durch ein Obernburgfest, an dessen Vorabend eine Filmvorführung für die Helfer stattgefunden hatte. Die Organisatoren beschlossen, jährlich einen öffentlichen und kostenlosen Filmabend stattfinden zu lassen, um auf die Veranstaltungsmöglichkeiten der Burg hinzuweisen.

Seit einiger Zeit unterstützt nun auch die Stadt Gudensberg verstärkt den Ausbau der Burg als Veranstaltungsort. Für Strom und Wasser ist inzwischen schon gesorgt.

Das nächste Projekt der Obernburgfreunde, der ehrenamtlichen Helfer und der Stadt ist ein Haus auf der Burg. Die Vorarbeiten dazu haben bereits begonnen. Gesucht wird jedoch noch ein Verein oder eine Gruppierung, die sich der Verwaltung eines solchen Hauses widmet.

Auch ehrenamtliche Helfer, die bei Veranstaltungen wie dem Filmabend mithelfen möchten, ohne zwangsläufig Mitglied im Obernburgverein zu sein, werden noch gesucht. Interessierte können sich bei den Obernburgfreunden melden. (zen)

Quelle: HNA

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