Abschied mit einer Übung

Finale für den Wehrchef von Wabern: Abschied für Claus Steinmetz

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Zum letzten Mal als Gemeindebrandinspektor im Einsatz: Waberns künftiger Bürgermeister Claus Steinmetz.

Niedermöllrich. Der Dienstag sollte sein letzter Diensttag als Gemeindebrandinspektor (GBI) von Wabern sein. Doch es kam anders für den künftigen Bürgermeister.

Claus Steinmetz hatte die Rechnung ohne seinen kommissarischen Nachfolger Roland Grede, Tanja Bodenhorn, Gerd Trieschmann, Sascha Fiedler und Wolfgang Hocke gemacht. Denn dieses Quintett hatte mit Unterstützung von Pyrotechniker Lars Röse eine Übung ausgearbeitet, bei der Steinmetz zum letzten Mal als GBI die Einsatzleitung haben sollte.

Als in Wabern kurz nach 18.30 Uhr die Sirenen aufheulten, hatte es sich Steinmetz auf dem heimischen Sofa bequem gemacht. Also runter vom Sofa, raus aus den Patschen, rein in die Dienstkleidung und ab zum Übungseinsatz.

Hier hatte es auf dem landwirtschaftlichen Anwesen von Familie Pippert nach Vorgabe eine unklare Rauchentwicklung gegeben, die sich als Vollbrand herausstellte. Beim Eintreffen der ersten Feuerwehrkräfte löste Lars Röse Explosionen aus und schaffte ein gespenstisches Szenario. Nach und nach waren dann alle Waberner Feuerwehren vor Ort und arbeiteten die Aufgaben ab. Unter anderem musste eine vermisste Person im Stall gesucht werden. Beim Öffnen der Stalltür gab es einen Feuerball im Schweinestall.

Nach der Übung stand der scheidende Gemeindebrandinspektor am Einsatzleitwagen und schaute etwas wehmütig auf seine Truppe, für die seit 2007 verantwortlich war. Von lustigen Einsätzen wie dem Einfangen eines Falken auf dem Dach der Hebeler Kirche bis hin zu Großbränden auf der Mülldeponie und der Discothek war alles dabei.

Claus Steinmetz wird nach wie vor der Feuerwehr treu bleiben und auch als künftiger Bürgermeister ab 1. Oktober bei Einsätzen als Feuerwehrmann mitarbeiten.

Zum letzten Einsatz war Kreisbrandinspektor Torsten Hertel angereist. Er verlieh Steinmetz die Silberne Floriansmedaille am Bande vom Kurhessisch-Waldeckischen Feuerwehrverband. Ein Nachfolger soll am 5. November gewählt werden.

Quelle: HNA

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