Manfred Bischof gibt private Gründe als Ursache für Schließung an

Wellness-Passage: Aus für Fitness am Dom

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Ein Bild aus besseren Zeiten: Ines Singer beim Aufguss in der Wellness-Passage hoch über den Dächern der Stadt Fritzlar.

Fritzlar. Das Aus für die Wellness-Passage in Fritzlar kam für viele überraschend. Kunden des Fitnessstudios standen am Montagabend vor verschlossenen Türen, auch die Angestellten sollen nicht eingeweiht gewesen sein, heißt es.

Gerüchte machten die Runde, Betreiber Manfred Bischof habe sich abgesetzt. Nichts dergleichen sei wahr, sagte Bischof gestern im Gespräch mit der HNA. Er habe nach vielen Jahren einfach keine Motivation mehr, die Wellness-Passage weiter zu betreiben.

Mehr Zeit für die Familie

In einem Brief an die Mitglieder ist davon die Rede, dass es gravierende Schäden am Studio gebe und dadurch Unfallgefahr für die Mitglieder bestehe. Auch persönliche Gründe werden dort angeführt.

Die Arbeit in der Passage habe ihn sehr in Anspruch genommen, jetzt brauche er mehr Zeit für seine Familie, vor allem auch für sein kleines Kind, sagte Bischof der HNA.

„Keiner wird betrogen oder sonst irgendwas.“

Manfred Bischof, Wellness-passage

Er setze jetzt auf sein anderes Geschäftsfeld, das Figurkonzept, das er erfolgreich betreibe. Das Ende des Studios habe er ordentlich geplant. An die Mitglieder, Bischoff beziffert sie auf 600 bis 700, habe er einen Brief geschickt, um die Situation zu erklären. Er habe es aber nicht im Vorfeld jedem persönlich mitteilen können.

Befürchtungen, bereits bezahlte Beiträge seien verloren, trat Bischof entgegen. Ein HNA-Leser hatte sich in der Redaktion gemeldet, er habe im Voraus für drei Jahre bezahlt. Mitglieder, die im Voraus bezahlt hätten, könnten ihre Beiträge anteilig zurückbekommen: „Keiner wird betrogen oder sonst irgendwas.“ Am besten sei es, die Ansprüche über die Homepage anzumelden. Bischof betonte, dass die Firma nicht pleite sei. Die Geräte, die in der Nacht zu Samstag abgeholt wurden, seien eingelagert worden. Die Kunden der Wellness-Passage könnten in vielen anderen Studios, unter anderem in Fritzlar, Bad Wildungen, Bad Emstal und Borken vier Wochen lang zu den selben Vertragsbedingungen weitertrainieren, kündigte Bischof an. Nur wenn sie das täten, werde im November noch einmal Geld abgebucht. Passage im Internet: www. wellnesspassage-fritzlar.de

Von Olaf Dellit

Quelle: HNA

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