Statt holpriger Pflastersteine

Marktplatz: Flache Basalt-Lavasteine ersetzen holprige Pflastersteine

Noch viel zu tun: Dirk Finkmann (Weste) zeigt gemeinsam mit Berthold Menges (links), Martin Heer und Bürgermeister Hartmut Spogat (rechts) den Basalt-Lavastein für den Fritzlarer Marktplatz.

Fritzlar. Kaum ein Stein liegt mehr auf dem anderen auf dem Fritzlarer Marktplatz. Die Bauarbeiten laufen auf Hochtouren. Ziel ist es, den Marktplatz barrierefrei zu gestalten. Deshalb wird ein Großteil des holprigen Betonpflasters gegen ebene Basalt-Lavasteine ausgetauscht.

"Das neue Pflaster bietet einen hohen Gehkomfort", erklärt Bürgermeister Hartmut Spogat. Und im Winter sei es gefahrlos begehbar. Bisher wurde der Marktplatz bei Nässe und besonders bei Glätte eine echte Rutschbahn. Zugleich werde in der Mitte des Marktplatzes ein großer Teil des alten Pflasters zu sehen sein. Wichtig sei, dass der historische Charakter des Marktplatzes weitgehend erhalten bleibe. So soll das traditionelle Kopfsteinpflaster in weiten Teilen bleiben es wird gereinigt und neu verlegt.

"Wir sind gut mit den Arbeiten voran gekommen", sagt Spogat. Gerade mal zwei Wochen hänge man dem Zeitplan hinterher. Gründe dafür seien der lange Winter und der um vier Wochen nach hinten verlegte Start der Bauarbeiten. Doch durch den guten Sommer habe man Zeit gut gemacht.

Noch in diesem Jahr werde man mit dem ersten Teil der Bauarbeiten fertig werden. Die Oberfläche werde dann zu einem großen Teil befestigt sein, lediglich im westlichen Bereich - vor dem HNA-Haus und Cafè Hetzler - werde in den Wintermonaten noch Schotter liegen. "Es werden aber in der Weihnachtszeit keine Bauzäune auf dem Marktplatz stehen." Das mache man auch, um den Gewerbetreibenden entgegen zu kommen. Diese hätten übrigens mehr Einbußen durch die Baustelle erwartet, sagt Spogat. Im Vorfeld hatten Geschäftsleute am Marktplatz erhebliche Umsatzrückgänge unter anderem für gastronomische Betriebe erwartet.

Doch habe sich gezeigt, dass die Bauarbeiten so manchen Schaulustigen anziehe, so Ingenieur Martin Heer. Überhaupt seien alle Geschäfte jederzeit zu erreichen. "Sollten wir vor einem Geschäft arbeiten, sichern wir den Zugang durch Fußgängerbrücken", erklärt Dirk Finkmann von der Firma Jordan.

Das Zusammenspiel zwischen den Bauarbeitern und den Geschäftsleuten funktioniere hervorragend, so Finkmann. "Es gibt für uns sogar öfter mal ein Frühstück", fügt er an und freut sich: "Das kommt nicht oft vor."

Zwei Keller, die wahrscheinlich aus dem 13. Jahrhundert stammten, so Spogat, mussten zum Einsturz gebracht und verfüllt werden. So können künftig vor der Kreissparkasse Mauer und Treppe wegfallen, der Marktplatz gewinne an Tiefe. Mehr Platz wird es künftig nicht nur für den Wochenmarkt, sondern auch für eine Bühne geben. Die wird fest installiert und wenn keine Auftritte stattfinden, kann sie zum Ausruhen genutzt werden.

Die Kosten für den Marktplatzumbau werden auf 820.000 Euro veranschlagt.

Von Maja Yüce

Quelle: HNA

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