Mangelnder Schutz von Fledermäusen: Nabu klagt gegen A49-Abschnitt

Marburg/Schwalmstadt. Der mangelnde Schutz der Fledermäuse bei Wiera, Verfahrensfehler und das vorläufige Bauende bei Treysa: Dies führt der Naturschutzbund (Nabu) Hessen als Klagebegründung gegen den Weiterbau der Autobahn 49 an.

In Marburg haben Sprecher am Mittwoch erläutert, warum sie gegen den Autobahnabschnitt Schwalmstadt-Stadtallendorf vor das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig gezogen sind (HNA berichtete).

Lesen Sie auch:

Naturschutzbund reicht Klage gegen Weiterbau der A 49 ein

„Im Planungsverfahren wurden demokratische Beteiligungsrechte ausgehebelt“, sagte Nabu-Landesgeschäftsführer Hartmut Mai. Der Nabu sei von Erörterungs-Terminen ausgeschlossen worden. Außerdem hätten Behörden die Öffentlichkeitsbeteiligung „massiv unterlaufen“ und nicht alle Pläne offen gelegt und es fehle die vorgeschriebene Artenschutz-Alternativen-Prüfung für europaweit geschützte Fledermäuse im Bereich des Großen Tiefenbach bei Wiera.

Reinhard Forst von der Aktionsgemeinschaft „Schutz des Ohmtals“ sagte: „Das jetzt ins Auge gefasste vorläufige Bauende in Treysa oder Stadtallendorf führt zu untragbaren Verkehrsverhältnissen auf den Bundes- und Landesstraßen in der Region.“ Auch die Initiative „Schwalm ohne Autobahn“ unterstützt die Klage.

Der Spruch wird in etwa einem Jahr erwartet. Auf den Bau des Abschnitts bis Treysa hat er keinen Einfluss. (aqu)

Fotos: Ausbau der A49 - Die Autobahn im Wandel der Zeit

Ausbau der A49: Die Autobahn im Wandel der Zeit

Quelle: HNA

Kommentare