Fleischer solide aufgestellt

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Fachkräftemangel: Auszubildende im Fleischerhandwerk werden – wie die aktuellen Zahlen belegen – dringend benötigt. 

Das Fleischerhandwerk in Hessen ist solide aufgestellt. Hessens Obermeister und Delegierte treten einmal jährlich zu einem Arbeits-Verbandstag zusammen und diskutieren die wirtschaftliche Entwicklung sowie das aktuelle politische Geschehen.

Der Mangel an Fachkräften, geeigneten und ausbildungsfähigen jungen Menschen treibt die Betriebsinhaber um, die nicht selten um die Fortführung des eigenen Unternehmens bangen. Landesinnungsmeister Eckhart Neun ermutigte die Mitglieder des Fleischerverbands Hessen nicht locker zu lassen. „Die zukunftsgerechte Aufstellung von Betrieben, Innungen und Verband ist die Voraussetzung, um junge Menschen für unseren Beruf zu gewinnen“, sagte er. Im Falle der Organisationsstruktur zeige sich Jahr um Jahr wie wichtig die Weichenstellung seinerzeit war, die Landesgeschäftsstelle aufzugeben und in den Deutschen Fleischer-Verband zu integrieren. Die sparsame Haushaltsführung sei für eine ausgeglichene Jahresrechnung nötig. Sie ermögliche aber keine großen Sprünge. Der Spielraum sei äußerst eng, nicht zuletzt, weil die Mitgliederentwicklung dramatisch sei, so Neun. In den vergangenen fünf Jahren verlor der Verband insgesamt 157 Mitglieder aufgrund von Betriebsschließungen. Fehlende Nachfolgelösungen seien die Hauptursache, Innungsaustritte kämen dagegen nicht vor.

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Die Zeichen stehen grundsätzlich gut für die Fleischer in Deutschlands Mitte, denn die wirtschaftliche Entwicklung war 2015 enorm gut. Das zeige der Querschnitt der Umsatz- und Kostenanalysen, berichtete der Landesinnungsmeister. Das größte Problem ist der Nachwuchs- und Fachkräftemangel: 2015 wurden in Hessen 231 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen. Zu wenig, um die Unternehmen ausreichend mit Personal zu versorgen.

Unterdessen erläuterte Neun, dass der FVH mit der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) keinen neuen Tarifvertrag vereinbaren konnte. Die Forderungen nach einer Gehaltserhöhung von fünf Prozent sei zu weit von der Betriebsrealität entfernt. (zsr)

Quelle: HNA

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