Gemeinsam getanzt, gesungen, gegessen und geredet

Flüchtlinge und Fritzlarer feierten gemeinsam ein Sommerfest

+
Viele Nationen, ein Fest: Zahlreiche Helfer trugen zum Gelingen des Sommerfestes des Arbeitskreises Flüchtlinge bei. Fotos: Zerhau

Fritzlar. 154 Flüchtlinge leben derzeit in Fritzlars Kernstadt und Stadtteilen. Sie und alle Fritzlarer waren zum ersten Sommerfest des Arbeitskreises Flüchtlinge eingeladen.

Das fand am Freitag im Kindergarten Kinderarche in der Flugplatzsiedlung statt und war ein Erfolg.

Gemeinsam wurde getanzt, gesungen, gefeiert und gegessen - und vor allem miteinander geredet. Auch für die Kinder wurde viel geboten: Von Hüpfburgen über Kinderschminken bis hin zum fröhlichen Auftritt von Toni Clowni (Hans Guderjahn) mit seinen Luftballontieren. Kulinarisch ging es ebenfalls international zu, denn die Ehrenamtlichen und die Flüchtlinge hatten für Kuchen, Suppen, Salate und Co. gesorgt.

Es sei ein schönes und zugleich ein dringend nötiges Fest, sagte der evangelische Pfarrer Wolfram Köhler. Denn gegen diffuse Ängste helfe nur der direkte Kontakt. „Auch deshalb ist dieses Fest eine Bereicherung. Es setzt das richtige Zeichen“, so Köhler weiter. Beide Seiten, viele der Geflüchteten und viele Fritzlarer, seien neugierig und offen.

Von einer vorbildlichen Integrationsarbeit sprach Bürgermeister Hartmut Spogat und lobte zugleich das ehrenamtliche Engagement in Fritzlar. „Die Flüchtlinge haben dadurch direkte Ansprechpartner, die ihnen weiterhelfen können“, so Spogat. Denn es gebe bereits ein großes Netzwerk. Weil das so gut funktioniere und er zudem als Schnittstelle zwischen den Ehrenamtlichen und dem Kreis fungiere, funktioniere das Miteinander in Fritzlar so gut, zeigte sich Spogat zufrieden.

Es sei zudem toll zu hören, wie gut sich mittlerweile viele der Geflüchteten auf Deutsch unterhalten könnten. Das sei auch ein Erfolg des von den ehrenamtlichen Helfern angebotenen Unterrichts. Das sei ein wichtiges Angebot, da die Sprache für die Integration unerlässlich sei. Doch obwohl alles gut laufe, brauche man noch weitere Menschen, die die Geflüchteten beim Ankommen unterstützen. Denn es dürfe nicht soweit kommen, dass sich die Ehrenamtlichen überfordern.

Nach wie vor sei es schade, dass die Stadt erst sehr spät vom Landkreis von der Unterbringung neuer Flüchtlinge erfahre. Dabei sei gerade die frühzeitige Information wichtig, um ihnen die Ankunft und somit die Integration von Beginn an zu erleichtern. Sie sei auch wichtig, um die Hilfe bestmöglich zu koordinieren, so Spogat weiter.

Quelle: HNA

Kommentare