79 Flüchtlinge leben jetzt in der Spangenberger Kulturhalle

Ankunft in Spangenberg: Flüchtlinge in der Kulturhalle der Liebenbachstadt. Foto: privat

Spangenberg. 79 Flüchtlinge haben Quartier in der Spangenberger Kulturhalle bezogen.

Die Herausforderung war groß: innerhalb weniger Tage musste aus der Kulturhalle eine Notunterkunft für maximal 150 Menschen entstehen. Zusammen mit dem Spangenberger Bauhof leisteten Ehrenamtliche dabei Großartiges. Sie bemalten beispielsweise Holzwände und stellten sie auf, spannten Planen, erneuerten Sanitäranlagen, statteten Schlaf- und Essensbereiche aus und richteten ein Büro und eine Kinderspielecke ein.

Als am Dienstag um 18.30 Uhr zwei Busse mit 79 Menschen aus Iran, Irak, Syrien, Eritrea und Afghanistan ankamen, war alles für ein herzliches Willkommen vorbereitet: Deutsche und türkische Ehrenamtliche hatten ein großes Büffet aufgebaut, an dem die Ankommenden sich nach der Fahrt von Gießen stärken konnten. Nach anfänglicher Scheu wurde mit Übersetzer, in Englisch oder mit Zeichensprache kommuniziert.

„In den Gesprächen zeigte sich, dass viele Flüchtlinge gut gebildet sind. Ausdruck der guten und friedlichen Stimmung war der oft wiederholte Satz einzelner Flüchtlinge: „Vielen Dank, dass wir hier sein können“, teilte Pfarrer Michael Schümers seine Erfahrung als Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Flüchtlinge mit.

Der Betreiber der Unterkunft, Stefan von Jasienicki, lobte die Zusammenarbeit mit der Stadt, den Ehrenamtlichen von der Flüchtlings-AG und dem Himmelsfels-Team unter der Leitung von Johannes Weth.

Bemerkenswert war laut Pfarrer Schümers zudem, dass manche der Flüchtlinge sich gleich mit einbringen wollten und ihre Hilfe bei der Essenausgabe anboten, die vom Starthilfe-Ausbildungsverbund-Melsungen organisiert wird.

Wer mit Sachspenden oder Personal die Arbeit mit den Flüchtlingen unterstützen möchte, kann sich direkt an die Flüchtlings-AG wenden.

• Kontakt: Tel. 05663/274025; E-Mail: helfen@fluechtlings-ag.de

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Quelle: HNA

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