Geburtstagsfeier für Gudensberger Künstlerin war wie ein kleines Stadtfest

Flug durch Gruddas Welt

Musik mit Kunst: Beim Rundgang über den Kunstparcours durch die Stadt waren am Samstag auch Künstlerin Carin Grudda und Musiker Olaf Pyras dabei. Pyras verwandelte die Kunstwerke kurzerhand in Musikinstrumente. Fotos: Eberlein

Gudensberg. Was für ein Fest: Familie, Freunde, Bekannte aus nah und fern sowie scheinbar eine ganze Stadt waren zur 60. Geburtstagsfeier der Künstlerin Carin Grudda am Samstag nach Gudensberg gekommen.

Schon Tage vor dem großen Ereignis hatte sich Gudensberg herausgeputzt. Bunte Kunst-Pfähle wurden aufgestellt und bekamen einen neuen Anstrich, verhüllte Kunstwerke wurden aufgestellt und die Innen- und Altstadt für das Fest vorbereitet.

Bürgermeister Frank Börner bezeichnete es als eine große Ehre den Geburtstag mit der Künstlerin, „die in der Kulturhauptstadt des Chattengau geboren wurde“, feiern zu können. Ein buntes Fest mit viel Musik, kulinarischen Köstlichkeiten und natürlich den Kunstwerken von Carin Grudda warteten auf die Gäste. Und natürlich die Ausstellung „Tra i mondi – Zwischen den Welten“.

„Für einen kleinen Augenblick lang schwerelos sein.“

Mit 60 Skulpturen, 60 Bildern, 60 Grafiken und einigen Installationen, die bis zum 27. Oktober in Gudensberg zu sehen sein werden. Den ersten Rundgang über den Kunstparcours machte die Künstlerin gemeinsam mit Gästen und den beiden Musikern Christine Weghoff und Olaf Pyras. Einige der Kunstwerke wurden dabei einfach zu Instrumenten umfunktioniert. Am Ende des Rundgangs stand das neue Kunstwerk „Der Sprung“, den Grudda in Gudensberg zum ersten Mal ausstellt.

„Springen, das heißt von der einen, vertrauten Seite auf die andere, unbekannte Seite zu gelangen, eine verunsichernde Situation. Gleichzeitig aber gibt es den leichten Aspekt: es ist wie Fliegen – für einen kleinen Augenblick lang, schwerelos zu sein“, sagte Carin Grudda Zum Dank für die Ausrichtung einer so großen und schönen Feier hatte Carin Grudda auch ein Geschenk für die Stadt mitgebracht. Ein kleines blaues Ferkel aus ihrer Werkstatt wird sich in Zukunft zu den beiden Schweinen am Brunnen zu der blauen Blume gesellen.

Gefeiert wurde bis in die späten Abendstunden. Die laue Sommernacht und das gemütliche Ambiente des Platzes hinter dem Rathaus veranlassten viele Gäste, lange in der Stadt zu verweilen. Und wer die Kunstwerke noch einmal in anderem Licht betrachten wollte, konnte sich einer der beiden Taschenlampenführungen über den Kunstparcours anschließen.

Von Christl Eberlein

Quelle: HNA

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