Vier Freiwillige sollen rund um Schwalmstadt Engagement fördern und unterstützen

Sie fördern das Ehrenamt

Möchten andere aktivieren: Joachim Schmidt, Sonja Pauly (Regionalentwicklung Schwalm-Aue), Hildegard Kling, Manfred Hannwacker und Silvia Naumann (von links). Foto: Rose

Schwalmstadt. Neue ehrenamtliche Projekte anregen, unterstützen und begleiten, Gruppen und Organisationen miteinander verzahnen, Ideengeber und Motivator sein – all das eint Hildegard Kling, Silvia Naumann, Joachim Schmidt und Manfred Hannwacker in ihrer Aufgabe als Engagement-Lotsen.

Anfang Februar hat das Team seine Arbeit im eigenen Büro im Haus für Gemeinschaftspflege in Treysa aufgenommen. Die Vier wollen ehrenamtliches Engagement vor Ort betreuen und anregen. Dazu haben sie eine Ausbildung bei der Landesehrenamtsagentur Hessen absolviert. Schwerpunkte waren unter anderem Konzepterstellung und Projektmanagement.

Auf die Theorie soll jetzt die Praxis folgen: Silvia Naumann, die sich im Tanzsportclub engagiert, hat schon ein klares Ziel. „Ich möchte mich um Jugendarbeit, um Bewegung und Sport kümmern – junge Leute fördern, aber auch fordern“, erklärt die 51-Jährige. Manfred Hannwacker (61) wünscht sich ein breiteres Angebot für Ältere: „Wie man gesund und fit älter werden kann.“ Beide sind viele Jahre in Vereinen aktiv. Künftig auch andere für die Ämter zu begeistern, das sei eines ihrer festen Vorhaben.

Hildegard Kling (63) plant Patenschaften für Senioren. Mit drei örtlichen Heimleitungen habe sie bereits Kontakt aufgenommen.

Doch was als Schülerprojekt geplant war, entwickelt sich anders. „Im Moment gibt es keine Schüler, die Patenschaften im Seniorenheim übernehmen wollen“, sagt Kling. Ihre Idee: Diese Aufgaben könnten jugendliche Straftäter übernehmen. Von Seiten der Jugendgerichtshelferin und des Richters sei bereits ein positives Signal gegeben worden. „Derzeit finden in den Heimen Befragungen statt, was die älteren Leute gerne mit ihren Paten machen möchten“, erklärt Kling.

An einem Modell, wie Menschen im Alter fern von Seniorenheimen zusammen wohnen können, arbeitet Joachim Schmidt. Weitere Projekte, die in nächster Zeit auf den Weg gebracht werden sollen, sind ein Flyer, der über die Arbeit der Lotsen informiert, sowie ein Bürgerbus.

In der Rolle der Vermittler

Ganz praktisch möchten die Lotsen aber auch Vereinen oder Einzelpersonen zur Seite stehen. „Wir versuchen im Gespräch heraus zu finden, welche ehrenamtliche Aufgabe zu demjenigen passen würde“, erklärt Schmidt. Willkommen seien aber auch Vereinsmitglieder, die Unterstützung bei der Nachwuchsförderung oder Finanzierungen benötigten.

„Wir sehen uns in der Rolle der Vermittler“, sagen die Vier. Auch bei der Entwicklung neuer Projekte werde das Team die Menschen beraten. „Wir verfügen über kreisweite Kontakte und können Menschen zusammen bringen“, ist sich Kling sicher. Das Angebot richtet sich nicht nur an Menschen aus Schwalmstadt. Auch Hilfesuchende aus Nachbarkommunen können sich – so lange es in der Gemeinde keine eigenen gibt – an die E-Lotsen wenden. WEITERE ARTIKEL

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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