Viele Fragen zur Inklusion noch offen

Förderschulleiter in Sorge vor Verkümmerung zu Restschulen

Schwalmstadt. Inklusion ist unteilbar: Unter diesem Motto tagte auf Einladung von Rolf Muster (Leiter der Förderschule Hephata) die Regionalkonferenz der nord- und mittelhessischen Schulen mit dem Förderschwerpunkt geistige sowie körperliche und motorische Entwicklung in der Hephata Diakonie in Treysa.

Gemeinsam mit Ministerialrat Daniel Bognar vom Hessischen Kultusministerium diskutierten die 30 Schulleiter die Möglichkeiten und Chancen der kürzlich veröffentlichten neuen Richtlinien des Förderschwerpunktes geistige Entwicklung.

Von besonderem Interesse waren dabei insbesondere die Chancen, aber auch die Hemmnisse für Schüler mit einer geistigen Behinderung inklusive oder auch kooperative Beschulungsangebote gemeinsam mit allgemeinbildenden Primar- und Sekundarschulen zu entwickeln. Die von Bognar vorgestellten und im Hessischen Schulgesetz verankerten Möglichkeiten nährten die Skepsis der Fachleute, dass alle Inklusionsbestrebungen des Hessischen Kultusministeriums an der bemessenen Personalausstattung von zusätzlich 4,9 Wochenstunden pro Inklusionsmaßnahme scheitern könnten.

Vehement wurde durch die Regionalkonferenz die Sorge vorgetragen, dass die Schulen mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung zu einer weit neben der Inklusion stehenden Restschule verkümmern könnten. (jkö)

Quelle: HNA

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