Förderverein Kloster Haydau erhielt vergangenes Jahr fast 329.000 Euro

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Zustifter: Ludwig Georg Braun, Vorsitzender des Förderverein Kloster Haydau (Mitte), übergab Urkunden an Guido Wernert vom Herz- und Kreislaufzentrum Rotenburg (links) und an Volker Grobholz von der Melsunger Firma Wetekam.

Altmorschen. Fast 329.000 Euro haben Spender im vergangenen Jahr dem Förderverein Kloster Haydau in Altmorschen zukommen lassen. Allein 322.000 Euro stammen von sechs Einzelspendern.

Über 70.000 kamen schon dieses Jahr dazu, gespendet anlässlich der Verabschiedung von Dr. Ludwig Georg Braun als Vorstandschef der B. Braun AG.

Braun ist zugleich Vorsitzender des Fördervereins und war von diesem Ergebnis, das Schatzmeister Günter Schäfer in der Jahreshauptversammlung bekanntgab, überrascht.

Der Vorsitzende kündigte an, dass der Klostergarten im Spätherbst fertig sein solle. Wie berichtet, waren vor kurzem Stauden gesetzt worden, die sich an den Pflanzenplan um 1700 orientieren.

Im vergangenen Jahr wurde unter anderem in Klosterräumen der Schallschutz verbessert und auch die Beleuchtung. Außerdem sei der Dachboden entstaubt worden.

Viele Veranstaltungen füllten das Kloster mit Leben, und das Ziel sei, das Kloster zum Mittelpunkt der Gemeinde zu machen. Immerhin wurde das frühere Zisterzienserinnenkloster im vergangenen Jahr an 249 Tagen für 404 Veranstaltungen genutzt: In der Mehrzahl fanden dort Seminare der B. Braun Melsungen AG statt. Ludwig Georg Braun: „Der Aufwand der Unterhaltung trägt sich durch das Nutzungsentgelt.“ Für dieses Jahr lägen bereits 293 Anmeldungen vor.

Den größten Ausgabe-Posten machte 2010 die Schubertiade aus. Den Einnahmen von 4500 Euro standen Ausgaben von 9500 Euro über. Trotzdem gab es einen Überschuss, denn der Verein erhielt fast 10.500 Euro für diese Veranstaltung an Spenden.

Dauerbrenner sind die Frauengespräche und Konzerte, Lesungen und die Haydauer Filmtage.

Den Mitgliederstand mit 318 zum Jahresende 2010 konnte der Förderverein halten. Neun neue Mitglieder haben das Minus in der selben Höhe ausgeglichen.

1,3 Mio. Euro in der Stiftung

Bis zum Ende des vergangenen Jahres wurde das Geld, das der Förderverein nicht unmittelbar benötigte, an eine Unterstiftung der Deutschen Denkmalpflege überwiesen. Seit Beginn gehen die Morschener mit einer Stiftung Kloster Haydau eigene Wege, wie Stiftungsvorstand Karl Kellner den etwa 150 Gästen erklärte. „Einzige Aufgabe der Stiftung ist es, nicht nur das Geld zu erhalten, sondern Erträge zu erwirtschaften, die über der Inflationsrate liegen.“ Zurzeit verfüge die Stiftung über ein Vermögen von knapp 1,3 Millionen Euro. (bmn) Artikel rechts

Quelle: HNA

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