Über 1000 machen mit

Forschernachwuchs trifft sich bei den B. Braun-Kinder- und Jugendwochen

Selbst gemacht: So sieht sie aus, die selbstgefertigte Solaranlage, mit der man Wasser erwärmen kann. Marc Stracko von der Christian-Bitter-Schule hat das Teil gebastelt. Die Grundschüler sind bei ihren Experimenten von Schülerinnen und Schülern der Radko-Stöckl-Schule unterstützt worden. Fotos: Schäfer-Marg

Melsungen. Brause? Klar, schmeckt ein bisschen süß, ein bisschen sauer und prickelt so schön auf der Zunge. Wie man die Leckerei auch selbst herstellen kann, lernen seit Montag Jungen und Mädchen aus Melsunger Kindertagesstätten.

Wenn Fühlen, Schmecken und vor allem Ausprobieren auf dem Programm stehen - dann sind wieder Kinder- und Jugendwochen bei B.Braun.

Zum fünften Mal seit 2008 befassen sich Kindergartenkinder und Schüler zwei Wochen lang mit naturwissenschaftlichen Phänomenen in Einrichtungen von B. Braun. „Das ist Forschung zum Anfassen“, sagt Ilona Braun vom Förderverein für ein zukunftsfähiges Melsungen. Der Verein engagiert sich bei der Vorbereitung der Kinder- und Jugendwochen, stellt Kontakte zu Schulen und Kindertagesstätten her und entwickelt mit ihnen das Programm für die Forschungswochen - sogar unter Berücksichtigung des Lehrplans. Ziel ist, die jungen Menschen für Naturwissenschaften zu begeistern. „Wer begeistert ist, lernt und hinterfragt gern“, glaubt Ilona Braun, die davon überzeugt ist, dass Lernen mit praktischen Erfahrungen verbunden sein muss.

B. Braun-Vorstandsvorsitzender Dr. Heinz Walter Große freut sich über die große Resonanz des Angebotes: In diesem Jahr beteiligen sich über 1000 Kinder und Jugendliche. „Wir bringen uns als Melsunger Unternehmen in die Region ein und dem Nachwuchs näher.“ Die Kinder- und Jugendwochen, die noch bis zum 29. April dauern, förderten die Identifikation zwischen Unternehmen und Familien.

Die Forscherzelte stehen erstmals direkt beim B.Braun Ausbildungszentrum am Werk Buschberg - nicht zuletzt, um die Verbindung zwischen spielerischem Forscherdrang und ernsthafter Ausbildung zu unterstreichen. Das Ausbildungszentrum und Berufsbilder können Interessierte am Samstag, 21. April, beim B.Braun-Familientag kennenlernen. An diesem Tag werden auch die Preise des Schülerwettbewerbs für die Oberstufe „Forschung braucht Nachwuchs“ verliehen, Das Thema in diesem Jahr war „Wunder Mensch“.

Profitiert B.Braun direkt von den Kinder- und Jugendwochen? Sind sie ein Mittel gegen Fachkräfte-Nachwuchsmangel? Soweit wollen die Macher der Veranstaltungsreihe nicht gehen - noch gebe es nur wenig Erfahrung mit den Oberstufenschülern, die als potenzielle Auszubildende infrage kämen, aber erst seit 2009 an den Forscherwochen teilnehmen.

Über Nachwuchssorgen klagt man beim Unternehmen ohnehin nicht: Auf 160 zu besetzende Ausbildungsplätze kommen nach Angaben von Dr. Große etwa 1500 Bewerbungen. (sis)

Quelle: HNA

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