Forstbetriebsgemeinschaft Wolfhagen-Naumburg feierte 40. Geburtstag

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Waren bei der Gründung vor 40 Jahren dabei: Manfred Raude vom Interessentenwald Altendorf (links) und Helmut Förster vom Interessentenwald Elbenberg zählen zu den Gründungsmitgliedern der Forstbetriebsgemeinschaft Wolfhagen-Naumburg, die mittlerweile mehr als 100 Mitglieder zählt. Auf der Weidelsburg wurde am Donnerstag gefeiert.

Ippinghausen. Die Forstbetriebsgemeinschaft Wolfhagen-Naumburg besteht seit 40 Jahren. Am Donnerstag feierten mehr als 70 ihrer Mitglieder am Fuße der Weidelsburg den Geburtstag.

Der Zusammenschluss aus mehr als 100 privaten und kommunalen Waldbesitzern im Wolfhager Land war 1972 als einer der ersten in Hessen aus der Taufe gehoben worden, um die Arbeit im Wald effektiver zu gestalten.

So nutzen die Mitglieder noch heute teure Maschinen gemeinsam und sparen so bei der Bewirtschaftung einer Gesamtfläche von 7600 Hektar Kosten. Detlef Stys, Stellvertretender Leiter des Landesbetriebs Hessenforst, erklärte, dass die Forstbetriebsgemeinschaften heute mehr denn je ihre Berechtigungen hätten.

Auch nach der Novellierung des Waldgesetzes werde die Organisationen bestehen bleiben und das Forstamt Wolfhagen weiterhin als Berater und Dienstleister zur Verfügung stehen.

Vorzüge mehr ausspielen

Künftig werde die Forstbetriebsgemeinschaft Wolfhagen-Naumburg noch eigenständiger agieren müssen. Am Beispiel des Holzverkaufs wurde Stys deutlich: Er regte an, dass bei der Vermarktung des Rohstoffes der Vorzug der Gemeinschaft noch mehr ausgespielt werden müsse. Wenn jedes Mitglied einzeln als Verkäufer auftrete, bringe das Nachteile mit sich, die sich auf den Preis auswirkten.

Als einen weiteren Punkt gab Stys den Waldeigentümern mit auf den Weg, über Besitzgrenzen hinwegzudenken und unabhängig vom Zuschnitt der eigenen Areale Bewirtschaftungsbereiche zusammenzulegen. „Der Einsatz eines Harvesters lohnt sich, wenn größere Flächen in einem Stück bewirtschaftet werden können. Hier lassen sich Synergieeffekte steigern.“

Reinhard Schaake, Vorsitzender der Betriebsforstgemeinschaft, hob in seiner kurzen Ansprache auf die Bedeutung des Waldes für die Menschen und seinen stetigen Wandel ab. So sei vor einigen hundert Jahren die Landschaft längst nicht so bewaldet gewesen, wie sie es heute sei. Und vor Jahren habe niemand darüber nachgedacht, in Wäldern Windrädern aufzubauen – inzwischen seien die Pläne am Rödeser Berg so konkret, dass er mit einer Baugenehmigung noch für den Herbst rechne.

Mit dem Bau begonnen werden könne dann im kommenden Frühling. (ant)

Von Antje Thon

Quelle: HNA

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