Breiter Widerstand in Bevölkerung

Fracking in Region ist vom Tisch - Landrat begrüßt Rückzug von BNK Petroleum

Uwe Schmidt

Landkreis Kassel. Der Rückzug des kanadischen Unternehmens BNK Petroleum, das auch im Landkreis Kassel nach Frackinggebieten suchen wollte, wird von Landrat Uwe Schmidt begrüßt. „Unser Einsatz hat sich gelohnt – breiter Widerstand bringt augenscheinlich auch Unternehmen zum Nachdenken“, sagt Schmidt.

Der Landrat erinnert daran, dass alle Kommunen im Landkreis Kassel und auch der Kreistag Fracking zur Förderung von Schiefergas in Nordhessen abgelehnt hatten. Schmidt: „Wir waren uns über alle Parteigrenzen einig, dass Fracking ein unverantwortliches Risiko zulasten der Umwelt und der Menschen in Nordhessen ist und deshalb nicht zugelassen werden darf.“

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Dass die umstrittene Erdgasförderung aus tiefen Gesteinsschichten, vor deren Auswirkungen unter anderem auch das Umweltbundesamt warnt, jetzt für Nordhessen kein Thema mehr ist, zeige, dass man „viel erreichen kann, wenn man an einem Strang in die gleiche Richtung zieht“. Dieser Erfolg gehöre allen Menschen aus der Region, die sich am Protest beteiligt hätten.

Ablehnungsfront beim Salz

Mit Blick auf die Oberweser-Salzeinleitungspläne des Kasseler Unternehmens K+S sieht Schmidt auch hier „durch die breite Ablehnungsfront gute Chancen, die Einleitungspläne zu verhindern“. (ant)

Quelle: HNA

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