Franke siegte nach Zitterpartie

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Abgewählt: Die FDP schaffte weder den Einzug in den Bundestag noch in den Landtag. Ein bitterer Moment für die Liberalen, der sich auch in unserem Foto widerspiegelt. Es entstand am Ortsausgang von Wabern-Hebel und zeigt links ein Wahlplakat der FDP mit Jörg-Uwe Hahn sowie rechts eine Tafel, mit der Besucher verabschiedet werden.

Schwalm-Eder. Nur eines war am Wahlabend im Schwalm-Eder-Kreis zunächst sicher: Der FDP schwammen auch im Wahlkreis 170 (Schwalm-Eder/Frankenberg) alle Felle davon.

Bei den Zweitstimmen gab es teilweise erdrutschartige Verluste, und auch der weithin unbekannte FDP-Direktkandidat Dennis Majewski konnte den Trend gegen seine Partei nicht aufhalten.

Eine Zitterpartie erlebte aber auch Dr. Edgar Franke (SPD), der als klarer Favorit für den direkten Einzug in den Bundestag gehandelt worden war. Doch letztendlich gewann er den Wahlkreis mit knappem Vorsprung. Er holte 42,3 Prozent der Erststimmen, Siebert 39,6 Prozent.

Franke hielt viele SPD-Hochburgen und gewann meist hinzu, viel stärker profitierte aber Siebert von der Schwäche der FDP. Zumindest bis Redaktionsschluss sah es so aus, als würden beide in den Bundestag einziehen, Franke als Gewinner des Direktmandats und Siebert aufgrund des Ergebnisses seiner Partei im Bund.

Alle Ergebnisse finden sie hier.

Siebert nutzte den Merkel-Effekt. Viele, die mit der Zweitstimme die Kanzlerin wählten, stimmten mit der Erststimme für ihn.

Enttäuschend verlief die Wahl für Heidemarie Scheuch-Paschkewitz (Linke) und Engin Eroglu (Freie Wähler), die sich beide Hoffnungen gemacht hatten, in den Bundestag zu kommen.

Von Heinz Rohde

Quelle: HNA

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