Frankenhainer Geschichtsverein forscht weiter

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Suchen weitere Hinweise: (von links) Vorsitzender Falko Gombert mit Anette Naujoks, Simone Roth-Happel und Carmen Glienke. Es fehlen Ute Hagenauer und Richard Fenner.

Frankenhain. Eine Gruppe des Hugenotten- und Geschichtsverein Frankenhain hat die Geschichte der ersten Häuser in der Flüchtlingskolonie auf dem Berg über Treysa erforscht.

In mühsamer Kleinarbeit wurden alte Unterlagen und Familienchroniken gesichtet und die jetzigen Hausbesitzer befragt, berichtet der Verein. Oftmals wohnen noch direkte Nachfahren der französischen Flüchtlinge dort, wo einst einfache Unterkünfte errichtet wurden. Diese mussten meist schon nach wenigen Jahren robusten Fachwerkhäusern mit Steinfundament weichen.

Nachdem sich die Flüchtlinge zuerst in Treysa niederließen, siedelten im Jahre 1701 mehrere Familien auf den Bergrücken "Frankenhain" um. 15 Häuser wurden zuerst gebaut, angeordnet in einer Reihe. Gegenüber befanden sich jeweils die Ställe und Scheunen. So entstand das kleine Straßendorf.

In den meisten Fällen konnte noch lückenlos ermittelt werden, welche Familie zu welcher Zeit die Häuser bewohnte. Diese Chroniken hat der Verein nun zusammen mit weiteren Informationen über die Geschichte der Häuser auf ansprechenden Informationstafeln aus Glas zusammengestellt und gut sichtbar an den Häusern angebracht. Somit kann sich jeder direkt vor Ort über die Geschichte des Ortes informieren.

Auf dem im Ort gelegenen Hugenottenplatz wurde eine große Informationstafel aufgestellt, die den durch Frankenhain verlaufenden Hugenotten- und Waldenserpfad beschreibt. Auch fremde Wanderer und Besucher können sich nun umfassend informieren, heißt es in einer Pressemitteilung.

Alle Projekte wurden durch den Hugenotten- und Geschichtsverein Frankenhain sowie mit Spenden von Firmen, Privatpersonen und Fördermitteln finanziert.

Der Verein ist auf der Suche nach weiteren Informationen und Unterlagen über die Geschichte der Frankenhainer Familien, deren Nachfahren mitunter in alle Welt zerstreut wurden. Wer etwas beisteuern kann, wird gebeten sich unter der Telefonnummer 06691/24175 zu melden. (jkö)

Quelle: HNA

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