Städtepartnerschaftsverein Schwalmstadt ermöglicht Kulturaustausch für Studenten

Franzose in der Schwalm

Gruppenbild mit der Gastfamilie: Ludovic Pion mit der Familie Brixius in Rommershausen. Foto: privat

Schwalmstadt/Loriol. Der Partnerschaftsverein Schwalmstadt hat zwei Praktika organisiert. Philipp Ditter hat im Rahmen seines Studiums ein Praktikum im französischen Loriol-sur-Drôme gemacht, der Partnerstadt von Frankreich. Aus Frankreich wiederum stammte Ludovic Pion, der im Gegenzug in Schwalmstadt ein Praktikum absolvierte.

Die Praktika, die in den vergangenen Jahren vermehrt von jungen Menschen genutzt werden, sind vielleicht ein neues Zugpferd für die Städtepartnerschaft mit Loriol, berichtete Susanne Reutter, Vorsitzende des Städtepartnerschaftsverein Schwalmstadt.

Der setzt auf Praktika, um junge Leute für den Verein zu begeistern, der – wie viele andere Vereine auch – mit Mitgliederschwund zu kämpfen hat.

Sprachkenntnisse vertiefen

Ein Praktikum in Schwalmstadt absolvierte der 19-jährige Ludovic Pion, der an der Hochschule in Lyon studiert, um Ingenieur zu werden. Da Deutsch seine erste Fremdsprache ist, wollte er einige Wochen in Deutschland verbringen, um seine Sprachkenntnisse zu vertiefen. Der Partnerstadtverein seiner Heimatstadt Livron leitete seine Anfrage nach Schwalmstadt weiter. Susanne Reutter organisierte ihm eine Gastfamilie und ein Praktikum.

Dreieinhalb Wochen verbrachte er bei Familie Brixius in Rommershausen. Die Brixius’ waren sehr nett, berichtete Pion. Sie zeigten ihm etwa den Edersee, Amöneburg, Marburg, Eisenach, Kassel und Frankfurt.

Die erste Woche war er in der Schreinerei im Bauhof beschäftigt. „Ich habe das Straßenschild von Frankenhain gestrichen, eine neue Bank auf der Stadtmauer von Treysa gebaut und für die Hutzelkirmes gearbeitet“, schrieb der französische Student, der sogar am Festzug teilgenommen hat. Die zweite Woche war er bei der Treysaer Stadtverwaltung bei Britta Stuhlmann im Einsatz. Dort habe er Rechnungen sortiert, Briefe im Museum in Trutzhain übersetzt und war an der Melanchthon-Schule im Französisch-Unterricht eingesetzt.

Schutzfolie für Citroën

Die dritte Woche konnte er in den Arbeitsalltag des Unternehmens Horn und Bauer schnuppern. Interessant fand er die Produktion, erklärte der 19-Jährige. Unter der Regie des Betreuers Samy Hellali habe er Schutzfolien für die Sessel des Citroën DS 5 geschnitten. „Mein Vater wusste nicht einmal, dass es dieses Auto gibt“, amüsierte sich der junge Mann über seine Erfahrungen. Den Schwalmstädter Bürgermeister Wilhelm Kröll habe er mehrmals getroffen, der – wie alle Leute, denen er begegnete – sehr nett zu ihm war. „Diese drei Wochen waren wunderbar“, lautete Ludovics Fazit. Er dankte all jenen ganz herzlich, die ihm diese Erfahrung ermöglicht haben und meinte: „Hoffentlich war ich ein fleißiger Praktikant.“ (alx)

Quelle: HNA

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