Neue Stelle bei Hephata: Clara Förster koordiniert die Betreuung für Flüchtlinge

Die Frau für viele Fälle

Zemen Johannes kam vor sechs Jahren aus Äthiopien nach Deutschland. Heute bietet er im Gespräch mit Projektkoordinatorin Clara Förster selbst seine ehrenamtliche Hilfe an. Foto:  privat/nh

Schwalmstadt. Koordination, Vernetzung und Förderung ehrenamtlicher Initiativen zur Flüchtlingsbegleitung im Einzugsgebiet Schwalmstadt – das sind die Ziele von Sozialmanagerin Clara Förster. Sie hat die neu geschaffene Stelle „Projektkoordination Ausbau Betreuungsstrukturen für Flüchtlinge“ bei Hephata inne.

Der Spielkreis, der seit fast drei Jahren wöchentlich stattfindet, um Kinder und Eltern aus Deutschland und anderen Ländern im Spielen, Singen und Turnen zusammenzubringen, wurde immer mehr auch zu einer Anlaufstelle für Flüchtlingsfamilien der Umgebung.

Denn eine vergleichbare Stelle gab es für die etwa 1.400 Flüchtlinge im gesamten Schwalm-Eder-Kreis nicht. Zwar unterhält das Diakonische Werk des Schwalm-Eder-Kreises eine Flüchtlingsberatung, auch engagieren sich Ehrenamtliche des Arbeitskreises für Toleranz und Menschenwürde in Schwalmstadt und Mitglieder der Diakonischen Gemeinschaft Hephata. Aber eine übergreifende und vernetzende Stelle existierte nicht.

Begrenzte Möglichkeiten

„Irgendwann gingen aber Anzahl und Vielfalt der Fragen über die Möglichkeiten der Organisatoren des Spielkreises hinaus“, sagt Diakon Björn Keding, Geschäftsführer der Diakonischen Gemeinschaft Hephata. „Es klappte einfach nicht mehr, die Probleme ehrenamtlich und nebenbei zu lösen.“ Es wuchs die Idee, die Stelle einer hauptamtlichen Flüchtlingsbegleitung einzurichten. Silvia Scheffer von der Asylberatung des Diakonischen Werkes im Schwalm-Eder-Kreis hat die Fachaufsicht.

Vor der Begleitung geht es für Clara Förster jetzt erstmal ums Kennenlernen. Die 27-jährige Sozialmanagerin arbeitete zuvor in der Hephata-Berufshilfe.

Dort war sie im mobilen Fallmanagement tätig. „Dabei ging es um ähnliche Hilfen, wie jetzt hier. Momentan ist sie viel unterwegs: „Ich habe im Spielkreis angefangen, Leute kennengelernt und dann zu Hause besucht. Ich verbringe jetzt viel Zeit in der Gemeinschaftsunterkunft des Schwalm-Eder-Kreises, in Wohnungen von Flüchtlingsfamilien. Ich war im Jobcenter, habe mit Flüchtlingen zwei Wohnungen besichtigt und dann begleite ich eine Frau zur Schwangerschaftsberatung der AWO“, erzählt die 27-Jährige. (red)

Quelle: HNA

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